USA-Nordkorea: Australien sieht keine Pflicht zu Militäreinsatz

Pjöngjang/Canberra (APA/dpa) - Australien sieht sich im Fall eines militärischen Konfliktes zwischen den USA und Nordkorea nicht zum Eingrei...

Pjöngjang/Canberra (APA/dpa) - Australien sieht sich im Fall eines militärischen Konfliktes zwischen den USA und Nordkorea nicht zum Eingreifen verpflichtet. „Wir waren im rechtlichen Sinn keine Partei im Waffenstillstandsabkommen. Deshalb wäre Australien nicht automatisch involviert“, sagte die australische Außenministerin Julie Bishop dem Radiosender ABC am Donnerstag mit Bezug auf den Koreakrieg.

In dem Konflikt von 1950 bis 1953 hatten die USA auf der Seite Südkoreas gegen den Norden der Halbinsel gekämpft. Nach dem Waffenstillstand blieben die beiden Teile Koreas geteilt.

Auch der pazifische Sicherheitspakt ANZUS zwischen Australien, Neuseeland und den USA sei lediglich eine „Verpflichtung zur Konsultation“, sagte die Außenministerin weiter.

Bishops Äußerungen folgen der neuesten Drohung Nordkoreas, Raketen Richtung US-Stützpunkte auf der Pazifikinsel Guam abzufeuern. Auf die Drohrhetorik von US-Präsident Donald Trump reagierte Bishop gelassen. Es sei die einzige Sprache, die Nordkoreas Regierungschef Kim Jong Un verstehe. Trump hatte Nordkorea am Dienstag offen wie keiner seiner Vorgänger gewarnt: „Nordkorea sollte besser keine weiteren Drohungen gegen die USA ausstoßen. Ihnen wird mit Feuer und Wut begegnet werden, wie es die Welt niemals zuvor gesehen hat.“


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