Lienzer Mechatronik-Studenten müssen auf Campus warten

Laut Hochbau-Abteilung des Landes wird der Uni-Campus erst Ende November und nicht wie geplant zu Semesterbeginn fertig.

© Blassnig

Von Catharina Oblasser

Lienz –Der Zeitplan für den Bau des neuen Uni-Campus in Lienz war äußerst ehrgeizig: In 22 Monaten hätte das elf Millionen Euro teure Gebäude, das auf Stelzen über den Iselkai ragt, fertig gebaut werden sollen. Es ist 160 Meter lang und im Untergeschoß und über Brücken mit der Mechatronik-HTL und der Berufsschule Lienz verbunden. Auf dem Gelände, das in einigen Jahren auch die Polytechnische Schule beherbergen soll, entsteht damit ein durchgehendes technisches Ausbildungssystem, das man ab dem Alter von 15 Jahren bis hin zur Doktorarbeit nutzen kann. Durchgeführt wird das Studium von der Leopold-Franzens-Uni Innsbruck und der UMIT.

Mittlerweile ist klar: Wenn das dritte Semester des sechssemestrigen Mechatronik-Studiums Anfang Oktober in Lienz beginnt, ist das Uni-Gebäude noch nicht fertig. Es kam zu mehreren Verzögerungen, berichtet Gerhard Wastian, stellvertretender Leiter der Abteilung Hochbau des Landes. „Erst gab es einen Einspruch eines Anrainers. Das hat eine Verzögerung von mehreren Wochen gebracht“, erklärt Wastian. Danach hat es bei den Handwerkern gehapert. „Trotz EU-weiter Ausschreibung ließ sich kein Trockenbau-Unternehmen für das Projekt finden. Alle Firmen sind offenbar komplett ausgebucht. Nur mit größter Mühe konnten wir schließlich doch jemanden auftreiben“, sagt der Techniker. Auch die Holzlatten, die für die Fassad­e vorgesehen sind, haben es in sich. „Aneinandergelegt haben die Latten eine Länge von 20 Kilometern. Das muss erst einmal verarbeitet werden“, meint Wastian. Nach seinen Schätzungen dürften die Studiosi Ende November 2017 ihren Campus beziehen können.

Deshalb werden die Studenten vorerst in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer weiterstudieren. Das war schon bei jenen sieben jungen Leuten so, die ihr Studium mit Start der Uni Lienz im Herbst 2016 begonnen haben. „Es ist kein Problem, das Studium weiter bei uns zu beherbergen, solange es nötig ist“, meint dazu Walter Patterer von der Wirtschaftskammer Lienz.


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