Britische Firmen steigern Produktion - Flaute bei Autobauern hält an

London (APA/Reuters) - Die britischen Firmen haben ihre Produktion im Juni überraschend deutlich ausgebaut. Die Betriebe des Verarbeitenden ...

London (APA/Reuters) - Die britischen Firmen haben ihre Produktion im Juni überraschend deutlich ausgebaut. Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes steigerten den Ausstoß um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet.

Die Zahlen fielen auch deshalb besser als gedacht aus, da an vielen Ölförderanlagen zu diesem Monat übliche Reparaturarbeiten ausblieben. Diese Wartungszeiten drücken auf die Produktion und dürften somit im weiteren Jahresverlauf die Fertigungszahlen belasten. Unter Druck geraten ist bereits der Autosektor, da sich als Folge des Brexit-Votums vom Sommer 2016 viele Briten beim Kauf eines Wagens zurückhalten.

Die Kfz-Produktion ging im Juni um 3,6 Prozent zurück, nachdem es bereits im Mai ein Minus von 2,3 Prozent gegeben hatte. Der Ausstoß des Industriesektors auf der Insel stagnierte im Juni. Am Bau gab es ein Minus von 0,1 Prozent.

Viele Unternehmen sind durch den geplanten EU-Austritt verunsichert und scheuen momentan Investitionen. Zudem hat das Pfund nach dem Brexit-Votum vom Sommer 2016 deutlich abgewertet, was Importe verteuert und die Preise nach oben treibt. Das wiederum drückt die Kaufkraft der Verbraucher.

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Das Vereinigte Königreich will den EU-Binnenmarkt und die Zollunion am 29. März 2019 verlassen. Die Austrittsverhandlungen mit der EU sind jedoch sehr holprig angelaufen, so dass eine Vielzahl von Streitfragen ungelöst ist und der Fahrplan womöglich durcheinandergeraten wird.


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