Per App den alten Römern auf der Spur

Von Catharina Oblasser...

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Von Catharina Oblasser

Dölsach –In der Gemeinde Dölsach nahe Lienz befindet sich Aguntum, Tirols einzige Römerstadt. Sie war bis etwa 500 nach Christus das Zentrum der Regionen Osttiro­l und Südtiroler Pustertal. Die Universität Innsbruck legt jeden Sommer ein bisschen mehr von den Schätzen frei, die sich im Boden verstecken: unter anderem das große Forum, das als Stadtplatz gedient hat, eine große Hauptstraße von Osten nach Westen, die Therme oder den Prunkbau, der für die Verwaltung und das Gericht gedacht war. Wie viele Einwohner Aguntum einst hatte, lässt sich nicht mehr herausfinden, meint Grabungsleiter Michae­l Tschurtschenthaler.

Neben dem wissenschaftlichen Aspekt soll die Römerstadt auch für Besucher ein Magnet sein, wünscht sich Leo Gomig. Er ist Obmann des Fördervereins Curatorium pro Agunto. Neu ist ab Ende August eine Handy-App, die sich auf das Smartphone installieren lässt. „Die App gibt über das Handy Informationen zu sieben so genannten Lauschstationen, die über das Grabungsgelände verteilt sind“, berichtet Gomig. „Diese Stationen befinden sich an interessanten Punkten, zum Beispiel beim Prunkbau, beim Forum oder beim Macellum. So kann sich jeder Besucher seine individuelle Führung zusammenstellen.“

Neu ist auch ein 9000 Quadratmeter großer Park hinter dem Museumshaus. Im Museum selbst sind Attraktionen für Kinder geplant, etwa ein historischer römischer Kran, den die kleinen Besucher selbst steuern können, und eine Fußbodenheizung.


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