Italien will Netz aus 5.735 Kilometer langen Radwegen aufbauen

Rom (APA) - Italien will stark in den Ausbau touristischer Radwege investieren. Ein 5.735 Kilometer langes Netz, für das die Regierung in Ro...

Rom (APA) - Italien will stark in den Ausbau touristischer Radwege investieren. Ein 5.735 Kilometer langes Netz, für das die Regierung in Rom 372 Millionen Euro bereitstellt, wird in den kommenden Jahren errichtet. Das Projekt soll ab 2018 konkretisiert und bis 2024 komplett finanziert werden, berichtete der italienische Infrastrukturminister Graziano Delrio nach Medienangaben vom Donnerstag.

In Rom unterzeichnete der Minister ein Dokument für den Bau von drei langen Radwegen, die im Budgetgesetz 2017 vorgesehen sind. Dabei handelt es sich um Radwege rund um den Gardasee, um Sardinien, sowie eine etwa 1.000 Kilometer lange Strecke zwischen der Region Basilikata über Kalabrien bis nach Sizilien. Die drei Radwege allein erstrecken sich über eine Länge von insgesamt 2.370 Kilometern.

An dem Projekt für den Radweg rund um den Gardasee beteiligen sich die Regionen Lombardei und Veneto sowie die Provinz Trient. Der 140 Kilometer lange Radweg, der 19 Gemeinden des Sees verbinden wird, soll dem europäischen Radwegnetz „Eurovelo 7“ angeschlossen werden. Dabei wird für eine integrierte Mobilität gesorgt, damit Radtouristen ihre Räder an Bord von Bussen, Zügen und Schiffen am Gardasee mitnehmen können.

„Italien erlebt einen starken Tourismuszuwachs. Wir wollen neue Formen von umweltverträglichem Fremdenverkehr fördern“, berichtete Kulturminister Dario Franceschini. Zu den prioritären Projekten der Regierung zählt auch der 680 lange Radweg „Vento“, der Turin mit Venedig mit Strecken zum Teil entlang des Flusses Po verbindet. Er soll die Regionen Piemont, Lombardei und Veneto verbinden.

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Eine zweite, 400 Kilometer lange Strecke wird von Verona nach Florenz führen. Geplant ist außerdem eine 44 Kilometer lange Umfahrung der Stadt Rom. Auch Süditalien kommen die Investitionen der Regierung zugute. Geplant ist eine 250 Kilometer lange Radverbindung zwischen Venosa in der Region Basilikata bis Villa Castelli nahe Lecce. Zugleich will sich die Regierung für die bessere Verbindung von Bahn- und Radverkehr bemühen. Die neuen Strecken sollen an das europäische Radwegnetz angebunden werden.


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