Positive erste Bilanz über telefonische Gesundheitsberatung in NÖ

St. Pölten (APA) - Eine positive erste Bilanz über das Pilotprojekt telefonische Gesundheitsberatung 1450 in NÖ ist am Donnerstag bei einem ...

St. Pölten (APA) - Eine positive erste Bilanz über das Pilotprojekt telefonische Gesundheitsberatung 1450 in NÖ ist am Donnerstag bei einem Pressegespräch in St. Pölten präsentiert worden. Seit dem Start am 7. April wurden mehr als 6.800 Anrufer verzeichnet. Am häufigsten wurde die Nummer 1450 - saisonal bedingt - nach Insektenstichen gewählt, oft auch wegen Schwindel, Erbrechen, Rücken- und Bauchschmerzen.

Die Nummer ist rund um die Uhr erreichbar, eine Spitze bei den Telefonaten gibt es in der Früh am 8.00 Uhr und gegen 19.00 Uhr. Bei der Gesundheitsberatung bekommen Anrufer Auskunft, wie dringend eine Behandlung ist, welche Einrichtungen zur Verfügung stehen und wann sie geöffnet haben. Das Gespräch aufgrund eines Fragenkataloges dauert im Durchschnitt rund zwölf Minuten. Oft reicht der telefonische Rat, im Notfall wird der Rettungsdienst geschickt. Knapp 60 Prozent der Hilfe Suchenden wurden innerhalb von Stunden bzw. Tagen zur passenden ärztlichen Versorgung gelotst, hieß es.

Wie viele Ambulanzkosten durch die telefonische Gesundheitsberatung gespart werden könnten, könne man noch nicht sagen, der Patient stehe im Mittelpunkt, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Anrufer sollen „in angemessener Zeit die bestmögliche und rasche Versorgung“ erhalten, betonte Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP). Die Anrufer seien bisher zufrieden, es gebe kaum Beschwerden von Patienten, fügte Landesrat Maurice Androsch (SPÖ) hinzu.

Mit der Integration der telefonischen Gesundheitsberatung bei Notruf NÖ wurde das Angebot um einen zusätzlichen Service erweitert. Notruf NÖ als zentrale Kommunikationsdrehscheibe leiste eine „optimale Verzahnung der Gesundheitsdienste“, so Schleritzko. Pro Jahr werden insgesamt vier Millionen Anrufe und Kontakte, 220.000 Notfallrettungseinsätze und fast 800.000 Krankentransporte abgewickelt.

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Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 wurde am 7. April auch in Wien und Vorarlberg gestartet, die Pilotphase läuft bis Ende 2018. Bewährt sich die Hotline, soll sie auf die anderen Bundesländer ausgeweitet werden. In Niederösterreich sind zeitgleich zwei bis drei diplomierte Krankenschwestern bzw. -pfleger mit Zusatzausbildung bei der Gesundheitsberatung 1450 im Dienst. Insgesamt sind derzeit elf Vollzeit-Angestellte beschäftigt, bei einer Fortführung rechnet Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer 144 Notruf NÖ, im Endausbau 2019/20 mit 25 Arbeitskräften in Vollzeit.


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