Oper im Steinbruch 2 - Jahresproduktion für „einige Millionen Euro“

St. Margarethen/Eisenstadt (APA) - Für eine Jahresproduktion von Oper im Steinbruch in St. Margarethen wende man „einige Millionen Euro“ auf...

St. Margarethen/Eisenstadt (APA) - Für eine Jahresproduktion von Oper im Steinbruch in St. Margarethen wende man „einige Millionen Euro“ auf, so Direktor Karl Wessely von den Esterhazy Betrieben zur APA. Für die Produktion 2016 habe man um 250.000 Euro Förderung eingereicht, aber nichts bekommen.

Die Esterhazy Betriebe zogen daraufhin vor Gericht und erhielten in erster Instanz insgesamt eine Million Euro für zwei Jahre - als Kulturförderung für die Oper in St. Margarethen und die Kinderoper im Schloss in Eisenstadt - zugesprochen. Das Land ging in Berufung, die Causa sei noch im Laufen.

„Wir habe für 2017 wieder eingereicht. Das Land hat nicht einmal geantwortet darauf“, meinte Wessely: Das Unverständlichste überhaupt ist für uns, dass das Land ein so ein tolles Projekt - und so viele hat man nicht im Burgenland - so derartig schneidet und sich so gar nicht damit identifizieren will.“

Für 2018 sei das Zeitfenster zu: „Die Zeit ist zu knapp, das kann man nicht seriös machen.“ Damit sei aber das Opernprojekt noch nicht für alle Zeiten beendet: „Wenn das Land sagt: ok, uns ist an diesem Projekt gelegen. Wir setzen uns auch mit euch an einen Tisch, wir besprechen das durch, wir schauen, wie wir gemeinsam da zusammenkommen - dann bin ich sehr optimistisch, dass wir 2019 wieder spielen können“, sagte Wessely und fügte hinzu: „Aber, wenn das nicht passiert, werden wir nicht spielen.“

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

An der Opernproduktion hingen 600 Arbeitsplätze, man zahle jährlich rund eine Million Euro Abgaben und Steuern, argumentiere der Esterházy-Manager: „Wir haben errechnet, dass wir beim Gesamtprojekt in etwa von 30 Millionen Euro Umwegrentabilität sprechen.“ Die Gemeinde St. Margarethen etwa könnte „ein echtes Budgetloch“ bekommen, wenn sie die Lustbarkeitsabgabe nicht mehr erhalte. „Die rechnen sehr damit jedes Jahr.“

Man rede somit nicht mehr nur „von einer Oper, die halt gespielt wird oder nicht. Das ist ein Wirtschaftsfaktor geworden hier in der nördlichen Region. Da verstehe ich die Politiker schon überhaupt nicht, dass sie an das nicht denken.“


Kommentieren