Europas Leitbörsen weiten wegen Korea-Krise Vortagesverluste aus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf tiefer tendiert und damit die deutlichen Vortagesverl...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf tiefer tendiert und damit die deutlichen Vortagesverluste klar ausgeweitet. Beherrschendes und belastendes Thema an den Finanzmärkten ist weiterhin die angespannte Lage zwischen den USA und Nordkorea.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 0,45 Prozent auf 3.452,91 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.30 Uhr mit 12.066,54 Punkten und minus 0,72 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 1,23 Prozent und steht nun bei 7.403,64 Stellen.

Die Unsicherheit angesichts der politischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA zerstöre gerade jegliche Risikolust der Anleger, kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Experten sehen den Trend einer Flucht in als sicher geltende Anlageformen wie Gold oder Schweizer Franken.

Auf Unternehmensebene wirkt weiterhin die laufende Berichtssaison kursbewegend. Für die Aktien des Konsumgüterherstellers Henkel ging es um satte 4,5 Prozent nach unten. Ein Analyst bemängelte das schwache Umsatzwachstum aus eigener Kraft. Die Jahresziele habe der Konzern zwar bestätigt, aber mit einem vorsichtigen Unterton. Insgesamt bereitet der harte Wettbewerb den Henkel-Anlegern Sorgen.

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Die Titel des Stahl- und Industriekonzerns Thyssenkrupp rückten hingegen 0,7 Prozent vor. Das Zahlenwerk sei besser als erwartet, sagte ein Händler. Der Markt warte nun aber auf eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft.

Prudential verbilligten sich um 0,8 Prozent. Der britische Lebensversicherer konnte mit seinen Halbjahreszahlen nicht überzeugen.

Beim Branchenkollegen Zurich gab es nach Vorlage der Geschäftsresultate ein kleines Minus von 0,1 Prozent zu sehen. Der Schweizer Versicherer konnte mit einem starken zweiten Quartal den schwachen Jahresauftakt fast wieder ausgleichen.

Adecco-Anteilsscheine sackten in Zürich um 5,7 Prozent ab. Der weltgrößte Personalvermittler ist im zweiten Quartal etwas weniger gewachsen als erwartet.

Zalando verteuerten sich um 0,3 Prozent. Europas größter Online-Modehändler will seinen Wachstumskurs mit zwei großen neuen Logistikzentren in Polen und Italien vorantreiben. So wolle der Amazon-Konkurrent die Kapazitäten für einen Jahresumsatz von 10 Mrd. Euro schaffen, sagte Co-Firmenchef Rubin Ritter. Aktuell liegt er unter 4 Mrd. Euro.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA285 2017-08-10/13:34


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