Maradona feuert gegen Venezuelas Opposition: „Habe mich nie verkauft“

Caracas (APA/dpa) - Der Streit zwischen dem früheren argentinischen Fußballstar Diego Maradona und Venezuelas Oppositionsführer Henrique Cap...

Caracas (APA/dpa) - Der Streit zwischen dem früheren argentinischen Fußballstar Diego Maradona und Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles geht in die zweite Runde. „Der Unterschied zwischen dir und mir: Ich habe mich niemals verkauft“, schrieb Maradona am Mittwochabend (Ortszeit) auf Facebook.

Inmitten des erbitterten Machtkampfs in Venezuela hatte der ehemalige Weltklassespieler zuletzt Partei für den sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro ergriffen.

Capriles kritisierte Maradona dafür. Er forderte ihn auf, in Venezuela mal mit dem Mindestlohn von monatlich maximal 15 Dollar (12,79 Euro) zu leben. „Wenn er kommt, hole ich ihn am Flughafen ab und zeige ihm die Lage in Venezuela“, sagte der prominente Regierungsgegner und Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

„Capriles, mit mir machst du dich nicht zum Opfer“, schrieb Maradona nun in seiner neuen Botschaft. „Ich weiß sehr gut, wie es ist, mit sieben Geschwistern zu leben und nichts zum Essen zu haben. Wenn wir nur diese 15 Dollar gehabt hätten.“

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Maradona gilt als treuer Anhänger Maduros. Wegen der faktischen Entmachtung des Parlament und brutaler Gewalt gegen Demonstranten steht der linke Staatschef international allerdings immer stärker in der Kritik.


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