Britische Tochter bremst deutsche Innogy

Essen (APA/Reuters) - Die Probleme im britischen Vertriebsgeschäft haben der RWE-Ökostromtochter Innogy im ersten Halbjahr einmal mehr einen...

Essen (APA/Reuters) - Die Probleme im britischen Vertriebsgeschäft haben der RWE-Ökostromtochter Innogy im ersten Halbjahr einmal mehr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar konnte der Konzern seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) im Rahmen der Markterwartungen um 2,3 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro leicht verbessern.

Die britische Tochter fuhr aber operativ (bereinigtes Ebit) einen Verlust von 12 Mio. Euro ein. Auch im Gesamtjahr werde sie Verluste schreiben. Innogy bestätigte die Prognosen für den Konzern, wonach etwa das bereinigte Ebitda im Gesamtjahr von 4,2 auf 4,4 Mrd. Euro steigen soll.

Der Versorger kämpft in Großbritannien mit Kundenschwund und Problemen bei der Abrechnung. „Die Wettbewerbssituation im britischen Vertriebsgeschäft bleibt sehr angespannt“, erklärte das Unternehmen. Nach Kundenverlusten im ersten Quartal habe die britische Tochter Npower im zweiten Quartal zwar rund 50.000 Kunden gewonnen. Allerdings konnten Kunden teilweise nur dadurch gehalten werden, dass ihnen günstigere Konditionen angeboten wurden.

Ertragsperle bleibt für Innogy das Geschäft mit den Strom- und Gasnetzen. Hier stieg der operative Gewinn um ein Fünftel auf 1,1 Mrd. Euro. Der Ökostromsparte habe ein schwaches Windaufkommen zu schaffen gemacht. Der Gewinn schrumpfte um 18 Prozent auf 179 Mio. Euro. Im Strom- und Gasvertrieb ging das Ergebnis um 8 Prozent auf 588 Mio. Euro zurück.

~ ISIN DE000A2AADD2 WEB https://www.innogy.com/ ~ APA044 2017-08-11/08:22


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