Zwei Länder – eine Geschichte

Kufstein – Der seltene Fund einer Taschensonnenuhr aus dem 16. Jahrhundert in Bayern vor zwei Jahren hat zu der Wanderausstellung „Töpfe, Tr...

© Otter

Kufstein –Der seltene Fund einer Taschensonnenuhr aus dem 16. Jahrhundert in Bayern vor zwei Jahren hat zu der Wanderausstellung „Töpfe, Truppen, Taschenuhren – Handel und Wandel auf und am Inn (1550–1650)“ geführt. Gestern wurde sie in den Räumen der Arbeiterkammer Kufstein eröffnet. Die Ausstellung ist noch in Schwaz und Hall zu sehen. Erstellt wurde sie vom Verein Audorf in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck. Daraus ist mit Hilfe der Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal sowie der Ausstellungsorte in Bayern und Tirol ein Interreg-Projekt entstanden.

Mittelpunkt ist die historische grenzüberschreitende Bedeutung des Inns und der Zusammenarbeit der Region. Behandelt wird dabei mit Texttafeln und Ausstellungsstücken das Handelsnetz, das Warenspektrum, der Währungsraum Tirol und Bayern. Aber auch der Alltag der Menschen zu jener Zeit steht im Mittelpunkt: der Alltag der Schiffer und Schopper, ungewöhnliche und außergewöhnliche Passagiere sowie der Bergbau und die Energiekrise der früheren Neuzeit.

Abgerundet wird das Programm durch einige Sonderthemen: die Münzprägung und Glasproduktion in Hall, die Truppentransporte auf dem Inn und die Zeitmessung in der früheren Neuzeit.

Als Kurator fungiert Elias Flatscher vom Institut für Archäologie, Universität Innsbruck. Er hatte für BM Martin Krumschnabel eine Taschensonnenuhr dabei. Euregio-Präsident Walter J. Mayr hob hervor, dass es wichtig sei, die Vergangenheit zu kennen, um die Gegenwart zu bewältigen. Für BM Martin Krumschnabel zeigt sich an der Ausstellung, wie stark die Region verbunden sei.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Öffnungszeiten: Bis 1. September jeweils Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr und Montag bis Donnerstag jeweils 13 bis 16 Uhr (außer Feiertag). (TT, wo)


Kommentieren


Schlagworte