Europas Leitbörsen im Frühhandel in der Verlustzone

Frankfurt am Main (APA) - Die anhaltenden politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea ziehen die europäischen Leitindizes am Freit...

Frankfurt am Main (APA) - Die anhaltenden politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea ziehen die europäischen Leitindizes am Freitag weiter in die Verlustzone.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 0,54 Prozent bei 3.415,12 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,22 Prozent auf 11.987,92 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,88 Prozent auf 7.324,88 Punkte.

Am Vortag hatte US-Präsident Trump mit einer neuen Rede weiter Öl ins Feuer geleert. Möglicherweise sei seine „Feuer-und-Wut“-Ansprache sogar nicht scharf genug gewesen, meinte er. Das verbale Wortgefecht zwischen Washington und Pjöngjang treibe Anleger weiterhin in sicherere Anlagehäfen wie Gold und Anleihen, schreiben unterdessen Experten.

Datenseitig stehen zum Wochenschluss Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt. Die deutschen Verbraucherpreise zogen dabei um durchschnittlich 1,7 Prozent zum Vorjahresmonat an, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit wurde eine vorläufige Schätzzahl bestätigt. Im Juni lag die Rate mit 1,6 Prozent etwas tiefer.

In Frankreich steigen die Verbraucherpreise dagegen nach wie vor nur langsam. Nach europäischer Rechnung (HVPI) lagen sie im Juli um 0,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Auch die USA wird am Nachmittag ihre Daten für die Verbraucherpreise bekanntgeben, wobei am Markt besonders die Kerninflationsraten beachtet werden.

Im Branchenvergleich verzeichneten kurz nach Handelsbeginn fast alle Sektoren Kursverluste. Am tiefsten im Feld der Verlierer präsentierten sich Rohstoffwerten. Auch Banken und Versicherer traten ihren Rückzug an.

Untern den Einzelwerten stand Innogy mit neuen Zahlen im Fokus. Die Probleme im britischen Vertriebsgeschäft haben der RWE-Ökostromtochter im ersten Halbjahr einmal mehr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Wertpapiere von Innogy reduzierten sich um 0,99 Prozent.

Für den Schweizer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach ging es dagegen im zweiten Quartal 2017 weiter aufwärts. Das stimmte das Unternehmen zwar für das Gesamtjahr optimistisch. Anleger zeigten sich jedoch enttäuscht: Die Wertpapiere verloren 1,10 Prozent.

Die in London notierten Wertpapiere des Elektronik- und Telekommunikationskonzern Dixon Carphone rutschten mit einem Minus von 8,13 Prozent ab. Grund dürfte eine Herunterstufung der Aktien durch die französische Bank BNP Paribas sein.

Ebenfalls im Minus präsentierten sich die in Kopenhagen notierten Wertpapiere von Novozymes (minus 4,06 Prozent). Das Biotechnologieunternehmen hatte im zweiten Quartal weniger verdient als erwartet.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA107 2017-08-11/10:03


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