Alltagsheld ASX kann bei Bedarf Berge versetzen

Fesch, aber uneitel. Allrad, Automatik, 150-PS-Diesel, Navi, Leder – und trotzdem leistbar. Der überarbeitete Mitsubishi ASX in Topversion.

© Fellner Reinhard

Von Reinhard Fellner

Achenkirch –Kompakte SUV sind die Renner am Automobilmarkt. Für viele stellen gerade diese Fahrzeuge die ideale Schnittstelle zwischen kompakten Außenmaßen und Kosten, erhöhter Sitzposition, Geländegängigkeit und Witterungssicherheit sowie Raumangebot dar. Mitsubishi war mit dem 4,3 Meter langen ASX einer der ersten Anbieter in dieser Fahrzeugklasse.

Heute ist der ASX ein Routinier, daher ließ ihm der Geländewagenspezialist, der einst mit dem Pajero ganze ländliche Regionen bewegte, eine Überarbeitung angedeihen. Ein wahres Facelift im Frontbereich, wo der ASX nun das neue Markengesicht trägt. Im TT-Testwagen wirkte es besonders prägnant. Das Topmodell Instyle zieren „Wide Vision“-Xenonleuchten.

Wichtiger als weitere Retuschen an Design und Material ist aber das neue Infotainment-System, das über einen Sieben-Zoll-Bildschirm wirklich alle Stückeln spielt. Ob Navigation, Freisprechanlage, SD-Slots – alles ist vorhanden. Als Draufgabe ist das System mit einem Soundsystem der Sonderklasse gepaart. Kraftvolle 710 Watt Musikleistung erklingen über neun Boxen.

Dies alles genießt man im Instyle – wohlgemerkt alles serienmäßig – auf gut geschnittenen Lederpolstern. So stellt sich im ASX schnell ein äußerst erquicklicher Alltag ein. Das SUV ist zwar schick, aber nimmt sich ansonsten auf unbeschwerte Art und Weise nicht so wichtig. Alles ist leicht zu bedienen, nichts gibt Rätsel auf, kein Material ist zu empfindlich, Raumverhältnisse und Sitzposition für diese Kürze erstklassig. Das Fehlen von sonstigem Schnickschnack fällt einem nur kurz auf. Das völlige Fehlen von neuzeitlichen Assistenzsystemen mögen manche bedauern, andere als Erholung empfinden.

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Dafür ist der ASX – zumal in seiner Topversion – beim Fahren voll da. Ein 150-PS-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum hat mit dem SUV leichtes Spiel, treibt das Aggregat mit seinen 360 Newtonmetern doch auch den großen Bruder Outlander leichtfüßig an. So viel Hubraum gibt es heutzutage nur noch selten. Der Testverbrauch blieb mit 7,6 Litern trotzdem im Rahmen. Gekoppelt ist die Maschine an einen Wandler-Sechsgangautomaten, dem hektisches Schalten fremd ist. Über die serienmäßigen Schaltwippen kann der Lenker jederzeit nachhelfen.

Keinerlei Hilfe benötigt der ASX im Gelände. Da bietet das SUV nicht nur eine brauchbare Bodenfreiheit, sondern auch ein Allradsystem, das mehr kann als bei den meisten direkten Konkurrenten des Japaners. Drei Antriebsmodi lassen sich anwählen. Dazu lässt sich bei extremeren Situationen über das sperrbare Differenzial auch der Kraftfluss an die Hinterachse erhöhen. 50:50 beträgt dann das Verhältnis und treibt den ASX stoisch voran.

An stärkeren Steigungen garantiert wiederum eine Berganfahrhilfe einen Start ohne Rückrollen. Allein dieses Plus an Geländegängigkeit könnte Kaufargument genug sein. Das 4x4-System lässt sich übrigens auch mit dem 1,6-Liter-Diesel mit 114 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe kombinieren. Hierzu könnte die umfangreiche „Austria Edition“-Ausstattung der goldene Mittelweg sein. 24.990 Euro mit fünf Jahren Garantie klingen schon fast nach Schnäppchen. 33.290 Euro wären’s für die Topversion. Ab 17.990 Euro steigt man bereits ein.


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