EWR-Chef Schmitzer starb mit 60 Jahren

Reutte – Die Bestürzung über die Todesnachricht im Außerfern ist riesig, auch wenn jeder wusste, dass Klaus Schmitzer seit Langem schwer kra...

© Konrad/EWR

Reutte –Die Bestürzung über die Todesnachricht im Außerfern ist riesig, auch wenn jeder wusste, dass Klaus Schmitzer seit Langem schwer krank war. Der Vorstandsvorsitzende der EWR AG und Reutte Holding AG starb am Freitag im Kreis seiner Familie mit 60 Jahren. Klaus Schmitzer zeichnete etwas aus, das nur wenige Manager in Top-Positionen als tief inneliegendes Persönlichkeitsmerkmal schmückt – er blieb zutiefst menschlich. Für Schmitzer waren Werte wichtig, umso selbstverständlicher brachte er jedem Wertschätzung entgegen. Die Gefahr, enttäuscht zu werden, hinderte ihn keineswegs daran, jeder Person einen Vertrauensvorschuss zu geben. Der Lechaschauer war auch bekannt dafür, Mitarbeitern zweite Chancen einzuräumen, und kannte die meisten der 500 EWR-Angestellten namentlich. Schmitzers Naturell wurde vielleicht bei zufälligen Begegnungen am besten ersichtlich – mit einem Strahlen in seinem Gesicht ob der Gelegenheit, ein paar Worte zu wechseln. Beruflich legte Klaus Schmitzer eine Karriere hin. Nach der Matura am Gymnasium in Reutte studierte er in Innsbruck Volkswirtschaft, Sponsion 1980. Nach mehreren Stationen, unter anderem bei Plansee als Bereichsleiter, leitete er ab 1995 die Logistikzone Tirol in Hall. 2002 wechselte er als Geschäftsführer zu den Reuttener E-Werken. 2008 trat er mit der Umgruppierung in den Vorstand ein und 2014 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden der EWR AG und Reutte Holding berufen. Schmitzer hinterlässt zwei erwachsene Kinder und eine Frau. (hm)


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