Tiroler horten immer noch 850 Mio. Schilling

Innsbruck – Mit viel „Gepäck“ kam Leonhard Sparber am Freitagvormittag zum Euro-Bus der Österreichischen Nationalbank (OeNB) in Innsbruck. E...

© Foto Rudy De Moor / Tiroler Tage

Innsbruck –Mit viel „Gepäck“ kam Leonhard Sparber am Freitagvormittag zum Euro-Bus der Österreichischen Nationalbank (OeNB) in Innsbruck. Er brachte zehn Kilo Fünf- und Zehn-Groschen-Stücke und 170 Schilling in Scheinen zum Umtausch und bekam dafür stolze 72 Euro. Für Tirols Notenbankchef Armin Schneider nichts Besonderes: „Wir bekamen auch schon 20 Kilo in einem Wäschekorb.“

2017 reist der Euro-Bus mit einem besonderen Auftrag durch Österreich. Die Tour steht im Zeichen der 500-Schilling-Banknote „Otto Wagner“ und der 1000-Schilling-Banknote „Erwin Schrödinger“, die nur noch bis April 2018 gültig sind. „Alle Banknoten der letzten Schillingserie können jedoch zeitlich unbegrenzt umgetauscht werden“, so Schneider. Noch immer gibt es in Tirol rund 850 Millionen „alte“ Schilling, das sind 60 Millionen Euro, die nicht umgetauscht wurden – ein Stapel zweimal so hoch wie die Europabrücke. Oft würden die Scheine daheim gehortet, versteckt und vergessen, viele tauchen erst nach einem Sterbefall wieder auf. „Einmal besuchte uns ein Ehepaar, das etliche tausend Schilling unter einer eingegangenen Zimmerpalme gefunden hatte“, erzählt Schneider. Der Hintergrund dieses Geldverstecks: Die Pflanze war ein besonders „findiges“ Geschenk zur Hochzeit – vor 20 Jahren.

Noch immer werden in Tirol im Euro-Bus pro Halt noch immer etwa bis zu 150.000 Schilling gewechselt. Zudem werden die Besucher des Euro-Busses auch über den sicheren Umgang mit Bargeld beraten. Heute hält der Euro-Bus der OeNB in Imst am Rathausplatz und am Montag beim Inntal-Center in Telfs. Weitere Stationen im August sind Schwaz, St. Johann, Wörgl und Kufstein. (hu)


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