Europas Leitbörsen zu Mittag leichter

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf weiterhin in der Verlustzone notiert. Der 50 führende Un...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf weiterhin in der Verlustzone notiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 sank um 0,84 Prozent auf 3.404,59 Punkte. Kurzzeitig ist der Leitindex sogar unter die 3.400-Punkte-Marke gefallen.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.30 Uhr mit 11.976,54 Punkten und minus 0,31 Prozent. Damit tendiert der deutsche Leitindex unterhalb der psychologisch wichtigen 12.000er-Marke. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 1,09 Prozent und steht nun bei 7.309,28 Stellen.

Weiterhin bleibt die Aufmerksamkeit der Anleger beim sich immer weiter zuspitzenden Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump neuerliche Drohungen ausgesprochen und seine „Feuer-und-Zorn“-Rede verteidigt. Die Risikoaversion der Investoren bleibt daher hoch. Sie flüchten vermehrt in die als sicher geltenden Anleihen.

Daneben konnten endgültige Verbraucherpreise aus Deutschland, Frankreich und Italien nur wenig positive Impulse setzen. Am Nachmittag werden die USA noch ihre Daten für die Verbraucherpreise bekanntgeben, wobei am Markt besonders die Kerninflationsraten beachtet werden.

Aus Branchensicht gab es an Europas Börsen nur Verlierer. Vor allem die Aktien der Rohstoffunternehmen gerieten wie schon am Vortag unter die Räder. Kein einziger Sektor notierte im grünen Bereich.

Unter den Einzelwerten kamen die Wertpapiere der Deutsche Bank nach negativen Analystenkommentaren unter Druck. Die Aktien verloren 1,91 Prozent.

Auch die in Frankfurt notierten Titel von Innogy rückten ins Zentrum. Die Probleme im britischen Vertriebsgeschäft haben der RWE-Ökostromtochter im ersten Halbjahr einmal mehr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Wertpapiere von Innogy reduzierten sich um 0,92 Prozent.

Die in London notierten Wertpapiere des Elektronik- und Telekommunikationskonzern Dixons Carphone rutschten mit einem klaren Minus von 8,20 Prozent in die Verlustzone. Zuvor hatte die französische BNP Paribas die Wertpapiere des Unternehmens heruntergestuft.

Wenig besser erging es in London den Wertpapieren von Old Mutual. Trotz angekündigter Umstrukturierungen reduzierten sich die Titel des Versicherungskonzerns um 2,11 Prozent.

Auch in Zürich rückte ein Titel in den Fokus. Trotz einer positiven Zahlenvorlage des Schweizer Stahlkonzerns Schmolz+Bickenbach für das zweite Quartal 2017 notierten die Aktien des Unternehmens im Minus. Sie gaben 2,20 Prozent ab.

Zuletzt präsentierten sich die in Kopenhagen notierten Wertpapiere von Novozymes ebenfalls mit Minus 1,80 Prozent im Feld der Verlierer. Das Biotechnologieunternehmen hatte im zweiten Quartal weniger verdient als erwartet.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA231 2017-08-11/12:43


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