Deutsche Kanzlerin Merkel fordert Bekämpfung des Linksradikalismus

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen entschiedenen Kampf gegen Linksradikalismus gefordert. Bei e...

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen entschiedenen Kampf gegen Linksradikalismus gefordert. Bei einem Besuch der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin lobt sie, dass dort auch Arbeit gegen Linksradikalismus geleistet werde.

„Denn das sind Erscheinungsformen von heute, die wir nicht negieren können, sondern um deren Bekämpfung wir uns kümmern müssen. Dieser Ort ist besser als andere geeignet, dass wir dies auch authentisch tun können“, sagte Merkel am Freitag.

Union, SPD und die Opposition in Deutschland hatten vor allem nach dem G-20-Gipfel in Hamburg und den dortigen schweren Ausschreitungen von Links-Autonomen darüber gestritten, ob das Familienministerium genug für Prävention in diesem Sektor tue.

Merkel mahnte weiters, das DDR-Unrecht nicht zu vergessen. Der deutsche Staat werde sich weiter engagieren, um die Erinnerung an solche authentischen Orte wie Berlin-Hohenschönhausen offen zu halten, sagte sie am Freitag, kurz vor dem 56. Jahrestag des Mauerbaus. „Wir können nur eine gute Zukunft gestalten, wenn wir uns der Vergangenheit annehmen“, sagte sie.

Mit Blick auf den Baubeginn der Berliner Mauer am 13. August 1961 sagte die Kanzlerin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Urlaub, es sei wichtig, sich kraftvoll für Demokratie und Freiheit einzusetzen sowie gegen Linksradikalismus zu arbeiten. Das könne nicht negiert werden.

Merkel legte zusammen mit einem früheren Häftling am Gedenkstein für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft einen Kranz nieder. Zuvor informierte sie sich bei einem Rundgang.

In der Einrichtung sollen bis zum Herbst 2019 für 8,8 Millionen Euro alle historischen Oberflächen im Inneren - wie Fußböden und Wände - denkmalgerecht saniert werden. Das Vorhaben wird vom Bund und dem Land Berlin finanziert.

In dem Gefängnis des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit im Nordosten Berlins waren von 1951 bis 1989 mehr als 11.000 Menschen eingesperrt. Auch prominente Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier waren in Hohenschönhausen inhaftiert.


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