Dänemarks Premier will Abschiebung krimineller Ausländer erleichtern

Kopenhagen (APA/Reuters) - Dänemark will laut Premierminister Lars Lökke Rasmussen die Abschiebung krimineller Ausländer erleichtern. Er sei...

Kopenhagen (APA/Reuters) - Dänemark will laut Premierminister Lars Lökke Rasmussen die Abschiebung krimineller Ausländer erleichtern. Er sei „schockiert, dass es unmöglich ist, Ausländer aus dem Land zu werfen, wenn sie offensichtlich unerwünscht sind und nur Streit suchen“, erklärte er. „Mein Bauchgefühl während Gesprächen mit Kollegen sagt mir, dass ich nicht der einzige bin, der diese Meinung vertritt“, so Rasmussen.

„Ich sehe es als Priorität für unsere Regierung, zu einer reformierten EU und einem reformierten Europa beizutragen.“

Der Oberste Gerichtshof Dänemarks hatte im Mai entschieden, dass vier Rumänen, die in ihrem Heimatland der organisierten Kriminalität angeklagt sind, nicht ausgewiesen werden könnten, da die Haftbedingungen in Rumänien gegen die Menschenrechte verstießen. Rasmussen nannte dies untragbar und hatte den Fall bereits mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Werner Johannis im Juni besprochen.

Rasmussen erklärte zudem, dass die Abschiebung ausländischer Krimineller ein Werkzeug zur Zerschlagung wachsender krimineller Banden in Kopenhagen sein könnte. „Ich glaube, dass diese Leute vor einem Einwegticket aus Dänemark Respekt haben werden“, sagte er. In den letzten zwei Monaten gab es über 20 Schießereien in Kopenhagen. Die Regierung kündigte am Freitag den Einsatz von Soldaten an, die die Polizei bei Grenzkontrollen und Überwachungsaufgaben unterstützen sollen. Dadurch könnten mehr Polizisten im Kampf gegen Bandenkriminalität eingesetzt werden.


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