Airbus sendet nach Helikopter-Absturz in Mali Warnmeldung an Kunden

Paris/Berlin (APA/AFP) - Zwei Wochen nach dem Absturz eines deutschen Bundeswehr-Hubschraubers in Mali hat der Hersteller Airbus eine Warnme...

Paris/Berlin (APA/AFP) - Zwei Wochen nach dem Absturz eines deutschen Bundeswehr-Hubschraubers in Mali hat der Hersteller Airbus eine Warnmeldung an die Kunden gesandt. Bis zur endgültigen Klärung der Absturzursache müsse davon ausgegangen werden, dass „potenziell unsichere Bedingungen für die Flugtüchtigkeit“ des Tiger-Kampfhubschraubers bestünden, sagte ein Sprecher von Airbus Helicopters in Frankreich am Freitag zu AFP.

Bei der Warnung handle es sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme, sagte er. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand könne „keine Absturzursache ausgeschlossen werden“. Airbus verfügt nach eigenen Angaben derzeit über keine Informationen zum Stand der Bundeswehr-Untersuchung zu dem Absturz; der Konzern gehöre dem Ermittlungsteam nicht an, erklärte der Sprecher.

Ein Sprecher von Airbus in Deutschland sagte, gerade weil die genauen Umstände des Absturzes in Mali derzeit noch so unklar seien, habe sich der Konzern zu der Warnung an die Kunden entschlossen.

Der Bundeswehr-Kampfhubschrauber vom Typ Tiger war am 26. Juli im afrikanischen Mali abgestürzt, die beiden Piloten kamen ums Leben. Die Bundeswehr hat umfängliche Ermittlungen zur Ursache eingeleitet, die noch mehrere Monate in Anspruch nehmen könnten.

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Die Bundeswehr unterstützt im malischen Gao die UN-Mission Minusma, die als einer der gefährlichsten UN-Einsätze weltweit gilt. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes. Außerdem unterstützt die Bundeswehr eine EU-Ausbildungsmission in Mali.


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