US-Streitkräfte dementieren Angriff auf Zivilisten in Ost-Afghanistan

Kabul/Washington (APA/AFP) - Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben Angaben der afghanischen Behörden dementiert, nach denen bei einem US-...

Kabul/Washington (APA/AFP) - Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben Angaben der afghanischen Behörden dementiert, nach denen bei einem US-Luftangriff im Bezirk Haska Mina elf Zivilisten getötet worden seien. Der Angriff habe sich gezielt gegen Aufständische gerichtet, sagte US-Militärsprecher Bob Purtiman am Samstag.

„Dies ist die zweite Falschdarstellung über zivile Opfer, die in demselben Bezirk in drei Wochen verbreitet wurde“, fügte Purtiman hinzu. Der Angriff sei erfolgt, als die Aufständischen Waffen in ein Fahrzeug luden.

Das Beladen des Fahrzeugs sei von den US-Streitkräften beobachtet worden. Der Luftangriff sei in „offenem Gelände“ erfolgt. Daher habe „überhaupt kein Risiko“ bestanden, Zivilisten zu treffen. Wie viele Aufständische bei dem Angriff getroffen wurden, sagte Purtiman nicht.

Der Gouverneur des Bezirks Haska Mina in der Provinz Nangarhar hatte am Freitag gesagt, die Opfer des Angriffs vom Donnerstagnachmittag hätten einer Familie angehört. Die Toten seien durch den Angriff bis zur Unkenntlichkeit entstellt gewesen, sie seien in Leichensäcke gelegt und am späten Abend begraben worden.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Fehlgesteuerte Angriffe rufen bei der Bevölkerung Afghanistans immer wieder Groll hervor. Im Juli wurden in der Provinz Helmand bei einem US-Luftangriff 16 afghanische Polizisten getötet. Im Februar wurden bei einem Luftangriff in Sangin 18 Zivilisten getötet.


Kommentieren