Venezuelas Nachbarland Kolumbien lehnt „militärische Option“ ab

Caracas/Bogota (APA/dpa) - Nach den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über eine „militärische Option“ zur Lösung der Krise in Venezue...

Caracas/Bogota (APA/dpa) - Nach den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über eine „militärische Option“ zur Lösung der Krise in Venezuela hat sich Kolumbien gegen eine Intervention ausgesprochen. „Wir lehnen militärische Mittel und Gewaltanwendung im internationalen System ab“, teilte das Außenministerium in Bogota am Samstag mit. „Alle Maßnahmen sollten friedlich sein und die Souveränität Venezuelas respektieren.“

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hatte zuletzt eine Verfassungsgebende Versammlung wählen lassen und damit das demokratisch gewählte Parlament entmachtet. Kritiker werfen ihm vor, ein autoritäres Regierungssystem zu errichten. Trump sagte am Freitag: „Wir haben viele Optionen für Venezuela, einschließlich einer militärischen, falls nötig.“ Was er damit meinte, war zunächst unklar.

Das Nachbarland Kolumbien gehört zu den schärfsten Kritikern der venezolanischen Regierung. „Wir haben den Verfassungsbruch in Venezuela deutlich kritisiert“, hieß es nun in dem Schreiben des kolumbianischen Außenministeriums. „Auch wenn es derzeit schwierig erscheint, auf dem Verhandlungsweg eine friedliche Lösung zu erreichen, glauben wir weiterhin, dass das der angemessene Weg ist.“

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