Motorrad: Österreichs Team-Fußballerinnen bei MotoGP in Spielberg

Spielberg (APA) - Der Motorrad Grand Prix von Österreich hat am Sonntag Spitzensportler und Prominente als Zuschauer auf den Red Bull Ring g...

Spielberg (APA) - Der Motorrad Grand Prix von Österreich hat am Sonntag Spitzensportler und Prominente als Zuschauer auf den Red Bull Ring gelockt: Fünf Spielerinnen der österreichischen Frauenfußball-Nationalmannschaft waren zum ersten Mal bei der MotoGP und auch die Beachvolleyballer Clemens Doppler und Alexander Horst schauten das erste Mal in Spielberg vorbei.

Kapitänin Nina Burger meinte im APA-Gespräch: „Mich hat zwar Formel 1 und MotoGP immer schon interessiert, aber ich hatte nie die Zeit und die Möglichkeit zu einem Rennen zu fahren.“ Sie war bereits Samstagabend angereist und besuchte das Fan-Village. Einen A-Führerschein hat sie keinen, dafür aber den Code 111 - den B-Zusatz. „Vielleicht, wenn ich ein bisserl älter bin, werde ich den A-Schein nachmachen.“ Am ehesten könne sie sich vorstellen ein Enduro-Motorrad zu fahren.

Für Urlaub im Ausland hatte Burger nach dem Halbfinale bei der Europameisterschaft in den Niederlanden keine Zeit mehr. Am kommenden Mittwoch wird sie bereits wieder zu ihrem Verein, den SC Sand, nach Deutschland reisen, weil das Training wieder beginnt.

Sie habe aber ein paar Tage zu Hause verbracht: „Ich habe die Ruhe genossen und nachgedacht, dennoch ist es immer noch ein wenig unglaublich, was wir da erreicht haben. Es hat alle Erwartungen übertroffen. Wir hatten gedacht, wenn alles super läuft, erreichen wir das Viertelfinale. Letztlich schafften wir den dritten Platz - eine echte Sensation. Die Momente und Emotionen, die wir das erlebt haben, das nimmt einem keiner mehr weg. Ich bin froh, dass ich Teil davon war und das miterleben durfte.“

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Virginia Kirchberger schwärmte bei ihrem ersten Besuch bei der MotoGP von den vielen Zuschauern und der Atmosphäre: „Echt ein cooles Erlebnis.“ Sie selbst sei gerade dabei, den A-Schein zu machen. Bei den Motorrad-Fahrern kenne sie sich nicht besonders aus: „Aber vielleicht erfahre ich ja heute was.“ Mitfahren würde sie schon einmal mit einer der starken Maschinen, „aber erst mal ein wenig langsamer“.

Den dritten EM-Platz habe sie noch immer nicht so richtig realisiert: „Ich glaube das wird noch ein wenig dauern.“ Für einen langen Urlaub sei auch bei ihr keine Zeit mehr gewesen. Zusammen mit Nadine Prohaska und Lisa Makas war sie aber ein paar Tage in der Oststeiermark „wellnessen“.

Makas zeigte sich bei der MotoGP trotz ihres Kreuzbandrisses recht fit: „Der Muskel kompensiert ganz gut, aber ich muss trotzdem unters Messer.“ Sie erwartet, dass sie noch im August operiert werden kann.

Sie habe nach der EM schon „vieles realisiert, aber nicht alles“. Es sei ein schönes Gefühl gewesen, im Halbfinale zu sein, und das nehme sie nun mit: „Das wird mir sicher auch über die Zeit in der Reha helfen.“

Bei der MotoGP ist sie das erste Mal: „Ich fahre auch selbst Motorrad, aber den Führerschein habe ich nicht.“ Sie fügte aber gleich hinzu, dass sie nicht auf öffentlichen Straßen fahre, sondern nur am Gelände bei ihren Eltern zu Hause mit einer Motocross-Maschine.

Prohaska unterstrich, dass sie sich nach dem dritten EM-Platz ein paar Massagen in dem Wellness-Hotel gegönnt habe: „Wir haben den Kopf ein wenig abgeschaltet, das war zum Runterkommen. Nun geht es aber schon wieder weiter. Ich bin wieder im Training und gestern hatten wir schon wieder ein Spiel.“

Von der MotoGP habe sie ähnlich wie ihre Team-Kolleginnen nur wenig Ahnung, aber sie kenne Valentino Rossi. Sie selbst fahre eine Vespa, doch stärkere Maschinen würden sie auch interessieren: „Ich bin aber noch nicht dazu gekommen.“

Clemens Doppler, der erst am Samstag bekannt gegeben hat, dass er bei der kommenden Beach-Volleyball-EM in Lettland wegen seiner Knieschmerzen nicht an der Seite von Alexander Horst teilnehmen wird, sagte am Sonntag, dass auch er das erste Mal bei der MotoGP als Zuschauer dabei ist. Er selbst sei Motorradfahrer und hatte eine Ducati. Horst meinte, dass es auch für ihn eine Premiere am Ring ist. Er habe jedoch keinen A-Führerschein und fahre nur Moped. Unter den Fahrern der MotoGP kenne er natürlich Rossi: „Wenn schon, dann halte ich zu ihm.“

Unter den prominenten Gästen waren auch noch Fußball-Teamkollegin Viktoria Schnaderbeck, der deutsche Sänger Xavier Naidoo, Schauspieler Tobias Moretti, Tatort-Kommissar Richy Müller, die Skispringer Andreas Goldberger und Gregor Schlierenzauer, die Formel 1-Legenden Gerhard Berger und Helmut Marko, Hans Knauß und Christof Innerhofer sowie Hausherr Dietrich Mateschitz.


Kommentieren