Verletzter Wanderer bei Acht-Stunden-Einsatz geborgen

Freitagnachmittag stürzte ein Wanderer unterhalb des Heiliggeistjöchl im Zillertal und wurde verletzt. Eine Bergung mit dem Hubschrauber war unmöglich, also stiegen die Bergretter aus Mayrhofen zu dem 65-Jährigen auf.

Die Bergretter trugen den Verletzten mehrere Stunden bis zur Staumauer Zillergründl.
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Brandberg – Leichter Schneefall, Dunkelheit, felsiges Gelände: Für die Bergung eines verletzten Wandereres gingen die Männer der Bergrettung Mayrhofen am Freitag an ihre Grenzen. Kurz nach 15 Uhr ging ein Notruf ein. Ein Deutscher, der mit einer Wandergruppe am Dreiländerweg unterwegs gewesen war, war kurz unterhalb des Heiliggeistjöchl gestürzt. Die Einsatzkräfte zum Verunglückten zu fliegen – unmöglich. „Der Hubschrauber stieg zwar auf, musste dann aber abdrehen, weil das Wetter einfach zu schlecht war“, sagte Andreas Eder von der Bergrettung Mayrhofen im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.

Also mussten die Männer zu Fuß aufsteigen, samt Ausrüstung und Trage. Drei Stunden später erreichten sie den Unfallort. Es war kalt, schneite sogar etwas auf fast 2600 Metern. Der 65-jährige Deutsche hatte eine Kopfverletzung und eine Verletzung am Bein. Die Bergretter versorgten den Wanderer, legten ihn auf die Trage und begannen den steinigen Abstieg. „Es war rutschig, es wurde dunkel, die Kameraden mussten die Trage über das steile, felsige Gelände transportieren. Der Einsatz war schon extrem“, schilderte Eder. Er selbst war unterdessen mit einer Notärztin bis zur Hohenaualm aufgestiegn, „damit wir den Verletzten versorgen konnten.“

Gegen 23.30 Uhr war es schließlich geschafft: Die Retter erreichten die Staumauer Zillergründl. Dort übergaben sie den 65-Jährigen an die Rettung. Der Wanderer wurde dann in das Krankenhaus Schwaz eingeliefert.

Insgesamt waren 15 Mann der Bergrettung Mayrhofen und eine Notärztin im Einsatz. (TT.com)


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