Motorrad: Kallio entschädigte K beim Heimauftritt

Spielberg/Mattighofen (APA) - Platz zehn für Mika Kallio in der MotoGP hat K beim höchst durchwachsenen ersten großen Heimauftritt in Spielb...

Spielberg/Mattighofen (APA) - Platz zehn für Mika Kallio in der MotoGP hat K beim höchst durchwachsenen ersten großen Heimauftritt in Spielberg entschädigt. Schon in den Rennen der kleineren Klassen hatte es Sonntag für „Orange“ wenig zum Jubeln gegeben, dann musste auch noch MotoGP-Topfahrer Pol Espargaro seine defekte RC16 in Runde drei an die Box bringen und abstellen.

„Es ist bitter, wenn das Rennen losgeht, und das beste Pferd ist nicht mehr im Stall“, schüttelte KTM-Rennsportchef Pit Beirer zunächst enttäuscht den Kopf. Auch Berater Heinz Kinigadner gestand: „Wir sind riesig enttäuscht.“

Espargaro hatte eine Woche davor in Brünn als Neunter für das bisher beste Rennergebnis im Premierenjahr des österreichischen Motorrad-Herstellers in der Motorrad-Königsklasse gesorgt. In Spielberg war er im Warm-Up bis auf eine halbe Sekunden an die Topzeit heran gekommen und startete von Platz 16 aus.

Ein heftiger Kontakt mit einem Konkurrenten am Start führte aber zu einer Beschädigung der Hinterradbremse und dem raschen Aus des Spaniers. „Es ist jammerschade, wenn man sieht, wie gut Kallio dabei war“, trauerte Kinigadner wohl zurecht einer weiteren Top-Platzierung nach.

Am Ende dominierte aber dank des Finnen die Freude bei der Truppe aus Mattighofen. Kallio wurde mit 19,766 Sekunden Rückstand auf Sieger Andrea Dovizioso Zehnter, so knapp lag bisher noch keine KTM hinter dem Gewinner eines MotoGP-Rennens.

Und das ist beim jungen MotoGP-Projekt die Messlatte bei KTM. Nach jedem Rennen wird der Rückstand auf einem Balken in der Rennfabrik in Munderfing aufgehängt. Bei seinem neunten Platz in Tschechien war Espargaro noch über 30 Sekunden weg gewesen.

„Das war mit Abstand das beste Rennen bisher“, stellte deshalb auch Beirer am Ende zufrieden fest. KTM-Firmenchef Stefan Pierer meinte: „Was willst du mehr, wenn der Einser-Fahrer Pech hat und der Tester springt so gut ein.“ Team-Manager Mike Leitner ergänzte: „Zehnter beim Heimrennen gleich im Debüt-Jahr, das ist echt stark.“

Kallio ist freilich lediglich der Ober-Testfahrer bei KTM, MotoGP-Stammfahrer sind Espargaro und Bradley Smith. Der Finne war in Spielberg nur dank Wild Card im Einsatz.

Vor allem Smith tut sich aktuell auch etwas schwer, eine Ablöse des Briten ist aber offenbar - zumindest vorerst - nicht geplant. Sowohl Espargaro als auch Smith haben Verträge bis inklusive 2018.

Kallio möchte aber unbedingt wieder in ein Rennteam, denn auch Finnland bekommt bald einen WM-Lauf. „Vergangenes Jahr haben wir hier in Spielberg noch einen Show-Run gezeigt, und natürlich würde ich gerne wieder fahren“, gestand der Finne. „Der Speed ist offensichtlich noch da“, machte der 34-Jährige gleich mal Werbung für sich.

Die Spielberg-Enttäuschungen in der Moto2 und Moto3 kann KTM gleich nach dem Österreich-Grand-Prix aufarbeiten. Montag und Dienstag stehen für diese beiden Klassen Testtage auf dem Red Bull Ring auf dem Programm.

KTM wird 2018 sein Engagement in der Straßen-WM nochmals ausweiten und in beiden Kategorien Teams dazunehmen, um seine eigenen Talente aus dem Rookies Cup noch besser fördern zu können.

~ ISIN AT0000645403 WEB http://www.ktm.at ~ APA196 2017-08-13/16:54


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