Europas Leitbörsen starten mit höherer Tendenz in die Woche

Frankfurt am Main (APA) - Nach den deutlichen Kursverlusten der Vorwoche sind die Leitbörsen Europas am Montag mit etwas höherer Tendenz in ...

Frankfurt am Main (APA) - Nach den deutlichen Kursverlusten der Vorwoche sind die Leitbörsen Europas am Montag mit etwas höherer Tendenz in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.25 Uhr mit plus 0,88 Prozent oder 30,00 Punkte bei 3.436,34 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg um 0,95 Prozent oder 114,43 Zähler auf 12.128,49 Punkte. In London legte der FT-SE-100 0,36 Prozent oder 26,18 Einheiten auf 7.336,14 Punkte zu.

Für etwas Beruhigung an den Märkten dürfte gesorgt haben, dass sich mittlerweile zahlreiche Länder zur Deeskalation im Nordkorea-Konflikt als Vermittler anbieten, hieß es von Marktteilnehmern. So hatte nach chinesischer Darstellung Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping nicht nur Nordkorea, sondern alle Akteure zur Mäßigung aufgerufen. Zuvor hatte das verbale Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea noch für hohe Unsicherheit unter den Investoren gesorgt.

US-Präsident Trump hat zudem im eigenen Land mit Gegenwind zu kämpfen. Seine vagen Äußerungen zu den gewaltreichen Demonstrationen rechtsradikaler Gruppierungen in Charlottesville stießen auf heftige Kritik.

Konjunkturseitig richtete sich der Blick zunächst nach Asien, wo erfreuliche Wachstumsdaten aus Japan veröffentlicht wurden. Japans Wirtschaft ist im Frühling so stark wie seit gut zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Wie aus Regierungszahlen hervorgeht, lag die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 1,0 Prozent höher als im ersten Quartal. Das ist der höchste Wert seit dem ersten Quartal 2015.

In China blieben die jüngsten Konjunkturdaten dagegen hinter den Erwartungen der Experten zurück. So enttäuschten im Juli neben der Industrieproduktion auch die Daten aus dem Einzelhandel und zu den Sachanlage-Investitionen.

In Europa bleibt der Datenkalender heute dünn besiedelt. Lediglich die Industrieproduktionsdaten aus der Eurozone werden am Vormittag veröffentlicht. In den USA stehen keine wesentlichen Daten an.

Auch von Unternehmensseite bleibt der Wochenauftakt ruhig. Die Berichtssaison neigt sich bereits wieder ihrem Ende zu. Am Montag legte jedoch noch RWE Zahlen vor. Der Energiekonzern hat im ersten Halbjahr mehr verdient und blickt nun zuversichtlicher als bisher auf die Geschäftsentwicklung 2017. In den ersten sechs Monaten steigerte RWE den operativen Gewinn um 6,7 Prozent. Die Papiere starteten um 2,52 Prozent fester in den Handel.

Im Euro-Stoxx-50 zeigten sich auch die Aktien des Branchenkollegen E.ON mit plus 1,29 Prozent befestigt. Daneben waren einige Bankwerte weit oben auf der Kurstafel zu sehen: Deutsche Bank zogen um klare 2,46 Prozent an, Societe Generale gewannen 2,10 Prozent und Banco Santander stiegen um 1,72 Prozent.

Einziger Kursverlierer im europäischen Leitindex war im Frühhandel Total (minus 0,34 Prozent).

~ ISIN EU0009658145 ~ APA069 2017-08-14/09:29


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