Leitbörsen in Fernost schließen zu Wochenbeginn uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernpost haben zum Wochenstart keine einheitliche Richtung gefunden. Trotz starker Wachstumsdaten schlossen ...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernpost haben zum Wochenstart keine einheitliche Richtung gefunden. Trotz starker Wachstumsdaten schlossen Japans Börsen im Minus. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel am Montag um 192,64 Zähler oder 0,98 Prozent auf 19.537,10 Punkte.

Dagegen ging es an den anderen Märkten der Region bergauf: Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 366,72 Zähler (plus 1,36 Prozent) auf 27.250,23 Einheiten. Der Shanghai Composite legte 28,82 Punkte oder 0,90 Prozent auf 3.237,36 Punkte zu. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 31.493,56 Zählern mit plus 279,97 Punkten oder 0,90 Prozent und auch der All Ordinaries Index in Sydney erhöhte sich um 35,1 Zähler oder 0,61 Prozent auf 5.778,60 Einheiten.

Japans Wirtschaft ist im Frühling so stark wie seit gut zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Wie aus Regierungszahlen hervorgeht, lag die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 1,0 Prozent höher als im ersten Quartal. Das ist der höchste Wert seit dem ersten Quartal 2015. Das Wachstumstempo lag damit klar über den Erwartungen von Analysten.

Der Nikkei-225 konnte nicht von den guten Daten profitieren. Ein starker Yen lastete dagegen nach wie vor auf einigen Exportwerten. Dementsprechend fielen Indexschwergewichte wie Sony um 1,87 Prozent und Toyota Motor um 1,51 Prozent. Am Indexende sammelten sich zudem einige Stahlwerte: Kobe Steel und Nippon Steel rutschten um jeweils viereinhalb Prozent ab und auch bei Nisshin Steel ging es um deutliche 3,84 Prozent nach unten.

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Neue Konjunktursignale aus China enttäuschten dagegen. In der Volksrepublik ist die Industrieproduktion im Juli weniger stark gewachsen als erwartet. Die Firmen stellten 6,4 Prozent mehr her als vor Jahresfrist. Analysten hatten jedoch mit einem Zuwachs von 7,2 Prozent gerechnet. Ebenfalls schwächer als erwartet fiel das Plus des chinesischen Einzelhandelsumsatzes aus. Dieser zog im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent an. Experten hatten ein Plus von 10,8 Prozent prognostiziert.

Dennoch schlossen Chinas Märkte im Plus. Auch dass US-Präsident Donald Trump offiziell eine Untersuchung von Chinas Handelspraktiken einleiten will, trübte die Stimmung an den Börse vorerst nicht.

Im Fokus bleibt der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA, der in der vergangenen Woche für eine deutlich gestiegene Risikoaversion unter den Investoren gesorgt hatte. Zuletzt hatte laut chinesischer Darstellung Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping nicht nur Nordkorea, sondern alle Akteure zur Mäßigung aufgerufen.

Am Markt in Sydney waren zum Wochenstart vor allem Bankwerte gesucht. An die Spitze des S&P/ASX 20 Index setzten sich National Australia Bank mit plus 1,79 Prozent. Zudem zogen Westpac Banking um 1,17 Prozent an und Macquarie Group gewannen 1,15 Prozent. Außerhalb des Leitindex ging es für Bendigo und Adelaide Bank um siebeneinhalb Prozent bergauf, nachdem die Bank für das abgelaufene Geschäftsjahr einen gestiegenen Nettogewinn gemeldet hatte.

Die Papiere des australischen Gummiherstellers Ansell sackten dagegen um rund drei Prozent ab. Das Unternehmen hatte mit seinem Jahresgewinn die Erwartungen der Analysten verfehlt, hieß es aus dem Handel.


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