FC Wacker schlitterte in Ried in 1:4-Schlappe

Die erste Saisonniederlage in der Sky Go Erste Liga war gleich eine empfindliche: Der FC Wacker Innsbruck verlor bei der SV Ried mit 1:4.

Während Ried-Torjäger Thomas Fröschl dreimal jubelnd von dannen zog, bleib den Wacker-Kickern Albert Vallci und Roman Kerschbaum nur das Hadern.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Ried – Drei Tage nach dem 3:1-Derbysieg in Wattens stand der FC Wacker am Montag in der Rieder Keine-Sorgen-Arena auf dem Platz. Und zu Beginn hatte man tatsächlich das vermeintliche Gefühl, dass es ein sorgenfreier Abend für die Schwarz-Grünen werden könnte.

Denn der FC Wacker, bei dem Lukas Wedl den kurzfristig verletzten Christopher Knett (Adduktoren) zwischen den Pfosten ersetzte und Christoph Freitag für Stefan Rakowitz in die Start­elf rückte, begann stark: Schon in Minute vier fand Zlatko Dedic die erste Riesen-Möglichkeit für die Tiroler vor, eine Minute später setzte Daniele Gabriele einen Freistoß über das Tor. Nach zehn Minuten lautete das Torschussverhältnis aus Rieder Sicht 0:3, die Wikinger schienen keinen Fuß auf den Boden zu bekommen.

Doch die Daxbacher-Truppe vergaß in Person von Martin Harrer auf den Endzweck. In der 14. Minute hätte der Ex-Altacher den FC Wacker in Führung schießen müssen. Tat er aber nicht. Und so gelang Ried mit dem ersten Torschuss der Partie durch Thomas Fröschl die 1:0-Führung (15.) – ein Treffer aus dem Nichts. Aber einer, der bei den Tiroler Spuren hinterließ.

Denn ab diesem Moment war offensiv fast nichts mehr von den Schwarz-Grünen zu sehen. Im Gegenteil. Nach einem Mayer-Freistoß köpfelte Fröschl seinen zweiten Treffer (33.) – schon wieder ein Gegentor nach einem Standard.

Zur Pause brachte Trainer Daxbacher Stefan Rakowitz für Martin Harrer. Und der Ex-Wiener-Neustädter forderte mit seinem Abschluss gleich Ried-Goalie Thomas Gebauer (47.). Die Innsbrucker präsentierten sich wie verwandelt. Der erste Lohn folgte schon in Minute 49, als Kapitän Freitag eine Gabriele-Ecke zum Anschlusstreffer einköpfelte. Die Hoffnung lebte. Aber nur kurz.

Fröschl in Hochform

Denn die Rieder hatten am heutigen Montag einen Thomas Fröschl in Hochform in ihren Reihen. In der 54. Minute stellte der ehemalige Rapid-Stürmer den alten Abstand wieder her. Allerdings leistete die Innsbrucker Defensive dabei ziemlich wenig Widerstand.

Und wie es oft ist, wenn man kein Glück hat, kam in der Folge auch noch Pech dazu: Die Pfeife von Schiedsrichter Harkam blieb bei einem Handspiel im Rieder Strafraum ebenso stumm wie bei einem klaren Foul von Durmus und Gabriele.

Hinten setzte sich derweil der schwarz-grüne Sekundenschlaf fort: Einen Maak-Fehler nutzte Seifedin Chabbi zum 4:1 (65.). Damit hatten die Rieder bis zu diesem Zeitpunkt mit jedem einzelnen Torschuss getroffen – das Spiel war gelaufen. „Ried war sehr effizient. Es gibt solche Tage. Wir müssen das schnell abhaken“, meinte Kapitän Freitag.

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