Europas Leitbörsen tendieren zu Mittag weiter fest

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben sich am Montag im Mittagshandel weiter fest gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 gewann gegen 12.00...

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben sich am Montag im Mittagshandel weiter fest gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 gewann gegen 12.00 Uhr 33,24 Einheiten oder 0,98 Prozent auf 3.439,58 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr mit 12.136,56 Punkten und plus 122,50 Einheiten oder 1,02 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 38,12 Zähler oder 0,52 Prozent und steht nun bei 7.348,08 Stellen.

Die jüngste Ruhe im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea hat die Märkte nach den deutlichen Kursverlusten der Vorwoche zu einer Erholung ansetzen lassen. In den vergangenen Handelstagen hatte das verbale Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea noch für hohe Unsicherheit unter den Investoren gesorgt. Zuletzt hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping nach chinesischer Darstellung nicht nur Nordkorea, sondern alle Akteure zur Mäßigung aufgerufen.

Konjunkturseitig richtete sich die Aufmerksamkeit zunächst nach Asien, wo erfreuliche Wachstumsdaten aus Japan veröffentlicht wurden. Japans Wirtschaft ist im Frühling so stark wie seit gut zwei Jahren nicht mehr gewachsen. In China blieben die jüngsten Konjunkturdaten dagegen hinter den Erwartungen der Experten zurück. So enttäuschten im Juli neben der Industrieproduktion auch die Daten aus dem Einzelhandel und zu den Sachanlage-Investitionen.

In der Eurozone hat die Industrie nach mehreren starken Monaten im Juni wieder einen Dämpfer verzeichnet. Die Produktion in den Industriebetrieben sank um 0,6 Prozent im Monatsvergleich und damit etwas deutlicher als erwartet. In den USA stehen heute keine wesentlichen Daten an.

Von Unternehmensseite bleibt der Wochenauftakt ruhig. Angetrieben wurde die Erholungsbewegung im Euro-Stoxx-50 vor allem von Bankwerten. Unter den größten Kursgewinnern fanden sich dementsprechend Deutsche Bank (plus 2,50 Prozent), Societe Generale (plus 2,51 Prozent) und Banco Santander (plus 1,77 Prozent).

An der Indexspitze rangierten Unibail-Rodamco mit plus 2,81 Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass der Immobilienkonzern ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 750 Mio. Euro startet.

Unter den wenigen Kursverlierern im Euro-Stoxx-50 waren unter anderem Total (minus 0,29Prozent) und Eni (plus 0,15 Prozent) zu finden. In einem recht ruhigen Handel präsentierten sich auch die beiden Ölnotierungen Brent und WTI in der Verlustzone.

Die Berichtssaison neigt sich langsam ihrem Ende zu, am Montag legten lediglich RWE Zahlen vor. Der Energiekonzern hat im ersten Halbjahr mehr verdient und blickt nun zuversichtlicher als bisher auf die Geschäftsentwicklung 2017. In den ersten sechs Monaten steigerte RWE den operativen Gewinn um 6,7 Prozent. Die Papiere kletterten um 1,25 Prozent nach oben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA169 2017-08-14/12:10


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