Zwischen Tor-Gala und Empörung bei Wacker-1c-Debüt

Das erste Pflichtspiel gewann die dritte Mannschaft von Wacker Innsbruck gegen Völs 1b 7:0. Beim Gegner stieß das neue Nachwuchs-Projekt auf wenig Gegenliebe.

Tobias Auböck (am Ball) und seine Mitspieler von den Wacker Juniors legten eine Talentprobe ab.
© Kristen

Völs – Um knapp vier Jahre waren die Kicker von Völs II der neu ins Tiroler Unterhaus eingegliederten dritten Mannschaft des FC Wacker im (Alters)-Schnitt überlegen. Dennoch spielten die Jüngeren den Älteren am Samstag beim Auftakt der 2. Klasse Mitte regelrecht Knoten in die Beine. Der klare 7:0-Auswärtssieg der Wacker Juniors ist als erstes Indiz dafür zu werten, dass der schwarz-grüne Unterhaus-Debütant im Kampf um den einzigen Aufstiegsplatz – trotz körperlichem Handicap – mehr als nur ein ernstes Wort mitreden wird.

Eine Erkenntnis, die sich auch Rene Deutsch eingestehen musste. Der Coach von Völs II kann mit dem Projekt um das dritte Wacker-Team (Jahrgang 1999 und jünger) allerdings rein gar nichts anfangen. Er sieht „durchgehend fertige Fußballer“, die in dieser Liga „nichts verloren“ haben: „Das ist Wettbewerbsverzerrung. Jeder, der gegen dieses Team spielt, weiß, dass man 0:5 bis 0:10 verlieren wird. Das nimmt den Spielern die Freude am Fußball.“ Klare Worte, die mit einer Empfehlung verbunden sind: „Man sollte diese Burschen bei Tirol-Ligisten unterbringen. Das bringt ihnen mehr und auch der Liga.“

Ein Vorschlag, dem Christian Stoff, Chefbetreuer der Wacker-Talente, wenig abgewinnen kann: „Wir wollen die Ausbildung nicht aus der Hand geben.“ Von einem Alleingang sei nicht zwingend auszugehen: „Uns erwarten Gegner, die uns mehr Paroli bieten.“ (dale)

Wacker-1c-Trainer Christian Stoff konnte mit der Leistung seiner Elf zufrieden sein.
© Michael Kristen

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