Frankfurter Rentenmarkt tendiert schwächer

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag unter Druck geraten. Der richtungweisende Euro-Bund-Futu...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Montag unter Druck geraten. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,30 Prozent auf 164,07 Punkte.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug auf 0,41 Prozent. Auch in den meisten anderen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu. Die Umlaufrendite stieg von 0,16 Prozent am Freitag auf 0,19 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Die Risikoneigung an den Finanzmärkten legte etwas zu, da es im Nordkorea-Konflikt keine weitere Eskalation gab. Dirk Gojny von der Essener National-Bank verwies auch auf den Umstand, dass sich zahlreiche Länder zur Deeskalation im Nordkorea-Konflikt als Vermittler anböten. In den Tagen zuvor hatten als sicher geltende Anlagen wegen der Krise zwischen den USA und Nordkorea einen spürbaren Schub erhalten.

Die in der Eurozone stärker als erwartet gefallene Industrieproduktion belastete die Anleihen nicht. Die Produktion war im Juni um 0,6 Prozent im Monatsvergleich gesunken, während Volkswirte lediglich mit einem Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet hatten. In den USA stehen am Nachmittag keine wichtigen Daten auf dem Kalender.

Es gab 64 Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 1,850 Prozentpunkten. Dem stand ein Gewinner mit einem Aufschlag von 0,001 Prozentpunkten gegenüber. Der Saldo der von der Bundesbank gehandelten Anleihen war ausgeglichen. Der Rentenindex Rex fiel um 0,16 Prozent auf 141,36 Punkte. Diesen Index berechnet die Deutsche Börse auf Basis der Kassakurse ausgesuchter Anleihen.


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