Zwei Zivilisten bei Anschlag im Südosten der Türkei getötet

Ankara (APA/AFP) - Bei einem Bombenanschlag an einer Straße im Südosten der Türkei sind am Montag zwei Zivilisten getötet worden. Die Explos...

Ankara (APA/AFP) - Bei einem Bombenanschlag an einer Straße im Südosten der Türkei sind am Montag zwei Zivilisten getötet worden. Die Explosion des selbst gebauten Sprengsatzes ereignete sich an einer Straße bei Semdinli, als gerade ein Transporter vorbeifuhr, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Sie machte die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Angriff verantwortlich.

Erst am Samstag waren zwei Soldaten bei einem mutmaßlichen PKK-Anschlag getötet worden. Zudem wurde am Freitag ein 15-jähriger Bub in der Schwarzmeerprovinz Trabzon bei einem Schusswechsel zwischen Polizei und mutmaßlichen PKK-Mitgliedern erschossen. Der Tod des Buben, der den Polizisten als Führer diente, fand in den Medien ein breites Echo.

Seit dem Zusammenbruch des Friedensprozesses zwischen der Regierung und der PKK im Sommer 2015 gibt es wieder fast täglich Gefechte, Anschläge und Razzien gegen PKK-Anhänger in der Türkei. Laut dem Innenministerium wurden allein in der vergangenen Woche 319 PKK-Verdächtige festgenommen und 43 „Terroristen“ „neutralisiert“, wobei 28 getötet wurden.


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