Olympia 2026: Frage an Bevölkerung für Liste Fritz „manipulativ“

Innsbruck (APA) - Für die Oppositionspartei Liste Fritz ist die Frage für die Volksbefragung am 15. Oktober über eine mögliche Bewerbung Tir...

Innsbruck (APA) - Für die Oppositionspartei Liste Fritz ist die Frage für die Volksbefragung am 15. Oktober über eine mögliche Bewerbung Tirol/Innsbruck für Olympische Winterspiele 2026 „peinlich und höchst manipulativ“. „Es ist der Versuch von Platter und Co., die Tiroler Bürger mit einer wertenden Fragestellung für dumm zu verkaufen“, kritisierte die Liste am Montag in einer Aussendung.

Mit Schlagworten wie selbstbewusst, nachhaltig, regional, wirtschaftlich und ökologisch würden „Platter und Co.“ versuchen, die Werbetrommel für Olympia zu rühren. Dabei blieben sie den Innsbrucker und Tiroler Bürgern die entscheidenden Antworten auf wesentliche Fragen schuldig. Land und Stadt hatten am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz die Fragestellung präsentiert: „Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und Paralympische Winterspiele Innsbruck-Tirol 2026 legen?“

Bis dato sei aber der Host City Vertrag geheim, die Millionenkosten für die Sicherheit nicht bekannt und das Areal für das Olympische Dorf nicht gesichert, beklagte die Oppositionspartei. Nicht einmal alle Sportstätten seien vorhanden bzw. verhandelt. „So vieles ist geheim und unklar, weshalb es peinlich ist, dass sich Platter, Oppitz-Plörer und Grüne die Zustimmung der Tiroler für Olympia mit einer manipulativen Fragestellung erschleichen wollen“, erklärten Liste-Fritz-Klubchefin Andrea Haselwanter-Schneider und die Abgeordnete Isabella Gruber. Die Fragestellung soll am (morgigen) Dienstag von der schwarz-grünen Landesregierung beschlossen werden.

Die Grünen werden einer möglichen Bewerbung hingegen mit einer „konstruktiven Skepsis“ begegnen, wie sie in einer Aussendung mitteilten. Denn sie würden sowohl Chancen als auch Risiken von Olympischen Spielen in Tirol sehen. Die Öko-Partei hatte im Vorfeld 26 Fragen an das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) gerichtet. Die Grünen wollen nun Informationen über Pro und Kontra zu Olympischen Spielen auf ihrer Homepage zur Verfügung stellen.

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