FC Kitzbühel stürzte den Meister, Kufstein mit Befreiungsschlag

Dem FC Kufstein gelang mit dem 5:0-Sieg beim FC Pinzgau ein Befreiungsschlag. Der FC Kitzbühel siegte sensationell in Anif. Beim Derby zwischen Wörgl und Wacker II gab es viele Emotionen. Nur Schwaz verlor.

© Jakob Gruber

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck — In der Westliga lud die englische Runde zu einem „Super-Dienstag". Neben einem spannenden Derby in Wörgl setzten vor allem Kufstein und Kitzbühel Ausrufezeichen:

FC Kufstein: Am Wochenende hatte Präsident Hannes Rauch seiner torlosen Westliga-Truppe die verbale Rute ins Fenster gestellt. Und sein Team muss ganz genau hingehört haben. Denn nachdem die Festungsstädter in den ersten vier Runden vergeblich einem Treffer nachgelaufen waren, diente das frühe 1:0 beim FC Pinzgau durch Lukas Marasek als Dosenöffner. Plötzlich wurden Dinge zur Selbstverständlichkeit, die in den vergangenen Wochen nicht gelingen wollten. Der FC Kufstein feierte schlussendlich einen beeindruckenden 5:0-Erfolg.

FC Kitzbühel: Die Gamsstädter sorgten mit dem 1:0-Sieg bei Meister Anif für ein Ausrufezeichen. „Wir haben klasse verteidigt und so wie im ÖFB-Cup gegen den LASK alles aus uns he­rausgeholt", lobte Trainer Alex Markl, der vor dem unterlegenen Gegner den Hut zog: „Anif war haushoch überlegen. Wir standen unter Dauerdruck." Trotzdem hielt die 1:0-Führung, die Bojan Margic in der 20. Minute herausgeschossen hatte, bis zum Schlusspfiff.

SC Schwaz: Kein guter Abend war es am Dienstag für den SC Schwaz. Die Höller-Truppe verpasste den dritten Sieg in Serie und verlor daheim gegen Wals-Grünau mit 0:3.

SV Wörgl und FC Wacker Innsbruck II: Richtig heiß ging es schon am Vormittag im Sportzentrum Wörgl her, wo sich die Gastgeber in einem spektakulären Tiroler Derby mit 2:2 von den Wacker Amateuren trennten. „Geiles Spiel und eine geile Leistung von meiner Mannschaft gegen einen starken Gegner. In der zweiten Halbzeit waren wir sogar klar besser", analysierte Wörgl-Coach Denis Husic. Den Führungstreffer der schwarzgrünen Fohlen durch Rahman Jawadi drehte Yigit Baydar mit einem Doppelpack in ein 2:1 für Wörgl, in der 82. Minute gelang Jawadi der erneute Ausgleich.

Besonders der wackere Führungstreffer war Husic dabei ein Dorn im Auge: „Das war ein klares Foul an meinem Verteidiger." Sein Gegenüber Thomas Grumser sah das naturgemäß anders: „Aus meiner Sicht war das kein Foul." Husic fühlt sich dagegen von Schiedsrichter Arnes Telic, der ihn auf die Tribüne verbannte, verfolgt: „Der Schiri hat mich liegen. Leider Gottes ist es wieder so weit gewesen, dass er gegen mich pfeift." Das sei schon in Spielen gegen Hohenems oder Kitzbühel (ÖFB-Cup) so gewesen.

„Für mich hat das Schiedsrichter-Trio gute Arbeit gemacht. Ich red lieber über das Spiel", antwortete Wacker-Coach Grumser. Und da war der Fohlen-Dompteur nicht hundertprozentig einverstanden mit seiner jungen Truppe (Durchschnittsalter der Startelf: 18,56 Jahre): „Das 2:2 ist eigentlich zu wenig für uns. Wir haben zu wenig Qualität auf den Platz gebracht und zu viele Fehler gemacht." Schon am Samstag (17 Uhr) gibt's die nächste Chance für die schwarzgrünen Fohlen — daheim gegen Aufsteiger Alberschwende.


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