Flüchtlings-Projekt in Ebbs in den Startlöchern

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Von Wolfgang Otter

Ebbs –Mit September soll in Ebbs-Waldeck das äußerst umstrittene Integrationshostel zur Ausbildung von 16 bis 20 jugendlichen Flüchtlingen eröffnet werden. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Landesrätin Christine Baur (Grüne) hervor. Die Anfrage war im Juni vom FPÖ-Landtagsabgeordneten Edi Rieger eingebracht worden.

LA Baur stellt darin auch klar, dass man seitens der TSD keinen Alternativstandort gesucht habe. „Die baulichen Gegebenheiten der Immobilie (Wohnmöglichkeiten, Werkraum) als auch die geografische Nähe zu Betrieben, welche Lehrstellen anbieten, machen das Objekt zu einem sehr geeigneten.“ Die grüne Landespolitikerin bekräftigt aber auch, dass eine 24-Stunden-Betreuung vorgesehen ist. Was die Kosten für das Integrationshostel anbelangt, gibt sie keine näheren Auskünfte, außer, dass zwei Vollangestellte dafür notwendig sind.

Die 24-Stunden-Klausel ist auch in der Vereinbarung der Tiroler Sozialen Dienste (TSD) als Träger des Hostels mit der Gemeinde Ebbs verankert. Auf die Einhaltung des Vertrags, der auch vorsieht, dass die derzeitige zweite Asylunterkunft nicht mehr nachbesetzt wird, pocht man „auf Punkt und Beistrich“ auch in der Gemeindestube, wie Vizebürgermeister Sebastian Kolland auf Anfrage der TT erklärt. Bei den TSD will man auf alle Fälle auf den September als Eröffnungstermin hinarbeiten, wie von der Landesgesellschaft zu erfahren ist.

Enttäuschung herrscht auf alle Fälle bei den Anrainern, die versucht haben, das Hostel zu verhindern. Man hätte so ziemlich alle demokratischen Mittel ausgeschöpft, „ob wir noch etwas unternehmen, weiß ich derzeit nicht“, sagt Kurt Mayer, Bewohner von Waldeck.


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