Rotes Kreuz kritisiert Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Syrien

Raqqa (Al-Raqqa) (APA/AFP) - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die „furchtbaren“ Lebensbedingungen der Flüchtlinge im No...

Raqqa (Al-Raqqa) (APA/AFP) - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die „furchtbaren“ Lebensbedingungen der Flüchtlinge im Nordosten Syriens kritisiert. Wie IKRK-Sprecherin Ingy Sedky am Montag nach einem Besuch in Flüchtlingslagern in den Provinzen Raqqa und Hassake berichtete, leben dort 70.000 Menschen in großer Not in 40 Lagern. Die meisten kamen aus Gebieten, die von der IS-Terrormiliz kontrolliert werden.

„Die Hälfte der Bewohner dieser Lager sind Kinder. Sie leben unter furchtbaren Bedingungen wegen der Hitze, da die Temperaturen tagsüber 50 Grad erreichen können“, sagte Sedky. „Die Zelte stehen buchstäblich in der Wüste. Für die Menschen dort sind Skorpione und Schlangen eine tägliche Gefahr.“ Oft hätten die Neuankömmlinge nicht einmal Zelte in den ersten Tagen.

„Das Lager von Arisha in der Provinz Hassake befindet sich in einer ehemaligen Raffinerie“, sagte die IKRK-Sprecherin. „Sie können dort Kinder sehen, die mit giftigen Abfällen spielen, und verunreinigtes Wasser trinken und darin baden.“ In den meisten Lagern gebe es nicht dauerhaft Ärzte und es fehle überall an den einfachsten Medikamenten und sauberem Trinkwasser.

Die Kämpfe um die syrische IS-Hochburg Raqqa haben in den vergangenen Monaten zehntausende Menschen in die Flucht gezwungen. Die Stadt wird seit Wochen von einem kurdisch-arabischen Bündnis belagert. Währenddessen dringen die syrischen Regierungstruppen auf die Stadt Deir ez-Zor (al-Zor) vor, die zum Teil von der IS-Miliz kontrolliert wird.

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