Kim will USA vor Raketen-Entscheidung länger beobachten

Seoul/Pjöngjang (APA/Reuters/dpa) - Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat von seinem Militär einen Bericht über Pläne für einen Rak...

Seoul/Pjöngjang (APA/Reuters/dpa) - Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat von seinem Militär einen Bericht über Pläne für einen Raketenstart Richtung der zu den USA gehörenden Pazifikinsel Guam erhalten. Er werde die Handlungen der USA noch etwas länger beobachten, bevor er dazu eine Entscheidung treffe, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Kim am Dienstag. Zugleich unterstrich er die Bereitschaft zum Angriff.

Die USA sollten zuerst die richtige Entscheidung treffen, sagte Kim demnach bei einem Besuch des Hauptquartiers der Raketentruppen. Die USA sollten „durch ihre Handlungen zeigen, ob sie die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verringern und einen gefährlichen militärischen Zusammenstoß verhindern wollen“. Kim habe das Militär angewiesen, jederzeit einsatzbereit zu sein, wenn er eine Entscheidung treffe, berichtete KCNA.

Er forderte von den USA ein sofortiges Ende der „arroganten Provokationen“ und „einseitigen Forderungen“. Die USA spürten bereits „den Strick um den Hals“ durch ihren eigenen „rücksichtslosen militärischen Lärm“. Die Amerikaner sollten angesichts der angespannten Lage auf der koreanischen Halbinsel „mögliche Gewinne oder Verluste mit klarem Kopf abwägen“. Um einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu verhindern, sollten die Amerikaner als ersten Schritt eine „ordentliche Option“ unterbreiten und darauf Taten folgen lassen, sagte Kim. Schließlich hätten die USA ein gewaltiges nukleares Arsenal rund um Korea aufgestellt.

Die nordkoreanische Führung hatte Vorbereitungen für einen Angriff auf Guam angekündigt, wo die USA einen Militärstützpunkt haben. US-Verteidigungsminister Jim Mattis warnte Nordkorea davor, einen Krieg gegen sein Land zu riskieren. „Wenn sie die Vereinigten Staaten unter Beschuss nehmen, könnte sich dies sehr schnell zu einem Krieg zuspitzen“, sagte er am Montag vor Journalisten.


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