Beach-Volleyball: ÖVV-Duos bei EM in Lettland um erneute Überraschung

Jürmala (APA) - Zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften in Wien geht es im Beach-Volleyball diese Woche um EM-Medaillen. Für das Turnier vo...

Jürmala (APA) - Zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften in Wien geht es im Beach-Volleyball diese Woche um EM-Medaillen. Für das Turnier von Mittwoch bis Sonntag in Jürmala in Lettland sind sechs österreichische Paare qualifiziert, davon vier bei den Herren. Da Vize-Weltmeister Clemens Doppler seine Teilnahme wegen der Schonung seiner Knie absagen musste, sind die ÖVV-Medaillenchancen doch deutlich geringer.

Sieben EM-Medaillen hat es bisher für Rot-Weiß-Rot gegeben - je drei in Gold und Silber, die eine in Bronze war 2014 durch Doppler/Alexander Horst die bisher letzte. Horst steht seit Mittwoch wieder im Training. Doppler wollte am Freitag einsteigen, musste aber w.o. geben. Gemeinsam haben die WM-Silbernen dann einige Termine wie beim Basketball-Nationalteam und bei der Motorrad-WM in Spielberg absolviert.

Der 34-jährige Horst tritt international nun überhaupt erstmals mit Julian Hörl an. Der 25-Jährige hatte bis heuer drei Jahre lang mit Daniel Hupfer gespielt, nach dessen Rücktritt folgte der Wechsel an die Seite des Olympia-Neunten Alexander Huber. „Julian ist ein guter Blockspieler. Vielleicht können wir ja überraschen“, hatte Horst nach der Teamumbildung gemeint. Vorerst gilt es einmal, aus der Gruppe zu kommen.

Das gilt auch für die übrigen drei ÖVV-Herren-Teams, alle WM-Teilnehmer. Thomas Kunert/Christoph Dressler haben eine vielleicht einfachere Gruppe erwischt als Robin Seidl/Tobias Winter und Martin Ermacora/Moritz Pristauz. Die haben jeweils u.a. Letten im Pool, dazu mit den Niederländern Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen und den Spaniern Pablo Herrera/Adrian Gavira Ex-Welt- bzw. -Europameister.

Beach-Volleyball ist in Lettland ein populärer Sport, dementsprechend gut wird die Unterstützung für die Lokalmatadore sein. Für die Österreicher war am Montag Anreise- bzw. teilweise erster Trainingstag im Strandort. „Aus der Gruppe kommen“, gab ÖVV-Nationaltrainer Robert Nowotny einen Top-3-Platz in den Vierergruppen als Ziel an. „Dann von Spiel zu Spiel schauen. Die Tagesverfassung wird entscheiden.“

So wie WM-Silber von Doppler/Horst nicht zu erwarten gewesen ist, sind auch die EM-Medaillengewinner schwer zu prognostizieren. „Es ist alles sehr eng beisammen“, verdeutlichte Martin Plessl gegenüber der APA - Austria Presse Agentur, dass das Feld bei den Herren offen ist. Der Steirer betreut Ermacora/Pristauz, deren Generalprobe bei einem Vaduz-Satellite auch Testcharakter hatte. Plessl: „Wir haben einiges probiert.“

Während sich Kunert/Dressler am Wochenende mit Rang vier bei einem Russland-Satellite Selbstvertrauen holten, stehen bei den Damen Stefanie Schwaiger/Katharina Schützenhöfer vor einer Neuauflage des WM-Duells mit Tanja Hüberli/Nina Beschart. Die Schweizerinnen haben sich auf der Donauinsel im Sechzehntelfinale glatt 2:0 durchgesetzt. Zweites ÖVV-Damen-Duo sind Lena Plesiutschnig/Teresa Strauss.

Die Gruppenphase der EM wird am Mittwoch und Donnerstag ausgetragen. Die Ersten ziehen direkt in die zweite Hauptrunde ein, die Zweiten und Dritten spielen um die übrigen Achtelfinalplätze. Die Viertelfinalisten werden noch am Freitag ermittelt. Am Sonntag finden bei den Herren nur noch die Medaillenspiele statt, bei den Damen auch die Semifinalpartien.


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