Woods hatte vor Festnahme fünf Medikamente genommen

Der Golf-Star hat nach seiner Verhaftung im Mai nun professionelle Hilfe in Anspruch genommen. Beim Prozess im Oktober wird sich Woods schuldig bekennen.

Golf-Superstar Tiger Woods.
© Reuter

Palm Beach - Golf-Superstar Tiger Woods hat bei seiner Festnahme vor zweieinhalb Monaten laut einem Untersuchungsbericht unter dem Einfluss von fünf Medikamenten gestanden, darunter mehrere starke Schmerzmittel. Wie der Sheriff von Palm Beach am Montag mitteilte, ergab der Urintest bei Woods, dass der 41-Jährige auch das zur Schmerzlinderung eingesetzte Opioid Hydrocodon eingenommen habe.

Dieses wird unter dem Namen Vicodin vertrieben. Auch das ebenfalls starke Opioid Hydromorphon und das unter dem Namen Xanax bekannte Antidepressivum Alprazolam wurden den Angaben zufolge nachgewiesen. Bei den übrigen zwei Mitteln handelte es sich um den Marihuana-Wirkstoff THC und das Schlafmittel Ambien mit dem Wirkstoff Zolpidem. Nicht bekannt ist, ob Woods für alle Medikamente ein Rezept gehabt hat. Medizinisches Marihuana ist in Florida legal.

Woods war am 29. Mai nachts um 3 Uhr in Palm Beach in Florida schlafend mit angelegtem Sicherheitsgurt auf dem Fahrersitz seines Mercedes gefunden worden. Nach Polizeiangaben stand sein Auto in der Nähe seiner Heimatstadt Jupiter mit laufendem Motor auf der rechten Fahrspur. Die Beamten beschrieben Woods als „langsam, träge und lallend“.

Der ehemalige Weltranglistenerste aus den USA wurde daher wegen des Verdachts auf Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss von der Polizei festgenommen und verbrachte mehrere Stunden in Gewahrsam. Woods begründete seinen Zustand damit, dass er auf ein verschriebenes Medikament unerwartet reagiert habe. Ein Alkoholtest verlief negativ.

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Woods kommentierte das nun veröffentlichte Ergebnis des Urintests wie schon unmittelbar nach seiner Festnahme: Er habe „professionelle Unterstützung“ beim Umgang mit seinen Medikamenten gehabt. „Aber in jüngster Zeit habe ich versucht, meine Rückenschmerzen und meine Schlafprobleme, darunter Schlaflosigkeit, selbst zu behandeln und mir wird jetzt klar, dass es ein Fehler war, dies ohne medizinische Hilfe zu tun.“

Nach Informationen der „New York Post“ wird sich Woods im Prozess am 25. Oktober schuldig bekennen wegen gefährlichen Fahrens und in eine zwölfmonatige Probezeit beim Autofahren einwilligen. Außerdem soll er der Zeitung zufolge 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Damit wolle Woods einer möglichen Haftstrafe entgehen. (APA)


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