Wacker erweckte “tote“ Wikinger wieder zum Leben

So klar der FC Wacker mit 1:4 in Ried verlor, so klar dominierten die Tiroler eigentlich das Spiel. „Ärgerlich und extrem bitter“ lautete demnach das Fazit der Tiroler.

Das Tiroler-Duell im Innviertel entschied Ried-„Legionär“ Clemens Walch gegen Wacker-Turbo Flo Jamnig (rechts) für sich.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –„Wir waren ini­tiativ, couragiert und spiel­bestimmend. Genauso, wie ich mir das vorstelle. Die Stimmung im Stadion war schon am Kippen“, ließ Karl Daxbacher den Start der Dienst­reise ins Innviertel noch einmal Revue passieren. „Aber dann kam alles zusammen. Statt verdient in Führung zu gehen, war praktisch jeder Schuss der Rieder ein Tor. Da passt es ins Bild, dass Freitag beim zweiten Tor von Fröschl gefoult wurde und uns eigentlich zwei klare Elfmeter vorenthalten wurde“, hakt der Wacker-Coach die 1:4-Pleite als „besonders ärgerlich, enttäuschend und bitter ab“.

Auch Flo Jamnig konnte es am Tag danach noch nicht so recht fassen. „Nach so einem Spiel mit einer 1:4-Nieder­lage nach Hause zu fahren, ist eigentlich ein Wahnsinn. Das tut richtig weh“, ärgerte sich der 26-jährige Flügelflitzer über eine vergebene Chance: „Erstens haben wir Punkte liegen gelassen, zweitens haben wir es verabsäumt, einen Aufstiegskonkurrenten zu schwächen. So haben wir fast schon tote Rieder wieder zum Leben erweckt.“

Auch wenn die Schwarzgrünen in fast allen Spielstatistiken vorne lagen, stehen sie mit leeren Händen da. Und das hatte natürlich auch seine Gründe. Defensiv ist der FC Wacker weiter eine Baustelle. „Das sind wir in einigen Situation zu naiv und verteidigen zu statisch“, erklärt Daxbacher, der bezüglich Standardschwäche – Kopftor von Fröschl – noch einmal darauf verweist, „dass Freitag gefoult wurde und er dann gerade dort gefehlt hat“. Trotz des Ärgers über das kuriose 1:4 gibt es auch positiv­e Aspekte. „Wir konnten beim Meisterschaftsfavoriten mehr als nur mithalten“, sieht Jamnig noch genügend Luft nach oben: „Wir haben schon am Freitag Gelegenheit, die Scharte von Ried gegen Liefering im Tivolistadion auszuwetzen.“

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