Serbiens Regierung um Verkauf von Pharmakonzern Galenika bemüht

Belgrad (APA) - Serbiens Regierung will laut heutigen Medienberichten im September einen weiteren Versuch unternehmen, einen Käufer für den ...

Belgrad (APA) - Serbiens Regierung will laut heutigen Medienberichten im September einen weiteren Versuch unternehmen, einen Käufer für den einst führenden Pharmakonzern Galenika zu finden. Im Rahmen der Vorbereitungen auf eine neue Ausschreibung hat Serbien die Konzernschulden gegenüber dem Staat im Wert von knapp 15 Mrd. Dinar (125,5 Mio. Euro) übernommen.

Dadurch sei der Staatsanteil an Galenika von bisher 85 auf 93 Prozent angestiegen, wie Medien am Dienstag berichteten.

Anfang des Jahres war die Suche nach einem strategischen Partner, der einen 25-prozentigen Anteil übernehmen würde, gescheitert. Medien zufolge dürfte es bei der für September angekündigten Ausschreibung nun um den Verkauf eines Mehrheitsanteils gehen.

Galenika steht bei den Geschäftsbanken mit 71 Mio. Euro in der Kreide. Wie die Tageszeitung „Blic“ berichtete, sei schon zuvor vereinbart worden, dass die Schulden durch die einmalige Zahlung von 25 Mio. Euro beglichen sein würden. Andererseits würden Drogerien für die gelieferten Medikamente dem Unternehmen 120 Mio. Euro schulden, hieß es.

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Mehrere Privatisierungsversuche waren im Falle von Galenika bisher gescheitert. Derzeit ist die Geschäftsführung des Unternehmens um den Personalabbau bemüht. Das Unternehmen hat etwa 1.400 Mitarbeiter. Ihre Zahl soll sich künftig zwischen 700 und 900 bewegen, hieß es in Medienberichten.


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