Familie von verdurstetem Häftling in den USA reichte Klage ein

Milwaukee (Wisconsin) (APA/AFP) - Die Familie eines in der Haft verdursteten Afroamerikaners verklagt einen Sheriff. In der Klage wirft Terr...

Milwaukee (Wisconsin) (APA/AFP) - Die Familie eines in der Haft verdursteten Afroamerikaners verklagt einen Sheriff. In der Klage wirft Terrill Thomas Familie dem ebenfalls schwarzen Sheriff und einigen Strafvollzugsbediensteten vor, Thomas habe im April 2016 sieben Tage lang während seiner Haft im Gefängnis in Milwaukee keine Flüssigkeit bekommen. „Er verdurstete buchstäblich“.

Die Anwälte der Familie von Terrill Thomas sagten, diese Methode des Flüssigkeitsentzugs „war eine regelmäßige und weitverbreitete Praxis, mit vollem Wissen und der Zustimmung des Sheriffs und anderen Verantwortlichen im Gefängnis“. Thomas Tod wurde erst kürzlich öffentlich bekannt, nachdem eine unabhängige Jury sich dem Fall angenommen hatte.

Thomas wurde 38 Jahre alt und war in Haft gekommen, nachdem er erst jemanden angeschossen hatte und danach in einem Casino weitere Schüsse abgegeben hatte. Er litt unter einer bipolaren Störung. Wasser wurde ihm im Gefängnis laut Zeugenaussagen verwehrt, weil er zu laut gewesen sei. Er verlor 16 Kilogramm Gewicht und soll vor seinem Tod am 24. April 2016 um Wasser gebettelt haben.


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