Unwetter - Tiroler Landesregierung beschloss Maßnahmenpaket

Innsbruck (APA) - Nach den Unwettern in Tirol in den vergangenen Wochen mit Hagelschauern, Starkregen, Murenabgängen und Steinschlägen hat d...

Innsbruck (APA) - Nach den Unwettern in Tirol in den vergangenen Wochen mit Hagelschauern, Starkregen, Murenabgängen und Steinschlägen hat die schwarz-grüne Landesregierung am Dienstag ein Maßnahmenpaket beschlossen. Das Land stelle die notwendigen Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung, um Privatpersonen und Gemeinden zu unterstützen, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Die durch die Unwetter entstandenen massiven Schäden sollen schnell, effizient und unbürokratisch beseitigt werden. Eine erste Schätzung gehe von einem Schaden bei der Wildbach- und Lawinenverbauung von rund 4,3 Millionen Euro aus. Im Bereich des Schutzwasserbaus betrage das geschätzte Schadensausmaß rund 3,7 Millionen Euro, wobei hier vor allem die Ruetz in Neustift, die Sanna bei Pians und Grins, der Kalser- und der Tauernbach betroffen sind. „Wir lassen die betroffenen Bürger nicht alleine. Auch die Funktionsfähigkeit von Schutzbauten wird so rasch wie möglich wiederhergestellt“, sagte der zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP).

Die Schäden an Privathäusern dürften eher gering sein. Damit die Sanierungsarbeiten bei privaten Elementarschäden rasch in Angriff genommen werden, wird die Hälfte der Beihilfen laut Landesregierung aus dem Katastrophenfonds als Vorschuss gewährt. Insgesamt würden für die Sanierung von Schäden bei Privatpersonen und Unternehmen Beihilfen in der Höhe von 50 Prozent gewährt. Als zusätzliche Hilfestellung werde im Rahmen der Wohnbauförderung und einkommensunabhängigen Wohnhaussanierung zudem ein Sonderförderprogramm für die Wiederherstellung von Wohnungen und Eigenheimen Wohnhaussanierung aufgelegt. Besonders betroffen von den Unwettern waren das Zillertal, Wipptal, Stubaital, Osttirol und das Tiroler Oberland mit dem Pitztal.


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