Iranischer Militärchef zu dreitägigem Besuch in der Türkei

Istanbul (APA/dpa) - Der iranische Militärchef, Mohammed Hussein Bagheri, ist zu einem dreitägigen Besuch in die Türkei gereist. Am Dienstag...

Istanbul (APA/dpa) - Der iranische Militärchef, Mohammed Hussein Bagheri, ist zu einem dreitägigen Besuch in die Türkei gereist. Am Dienstag traf er sich zunächst mit seinem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar in der Hauptstadt Ankara, wie der Sender NTV berichtete. Nach iranischen Medienangaben sind auch Gespräche mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan geplant.

Auf der Agenda stehen der Bürgerkrieg in Syrien, die Golfkrise und das geplante Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak. Im syrischen Bürgerkrieg vertreten die Türkei und der Iran unterschiedliche Interessen. Teheran unterstützt mit Russland den syrischen Machthaber Bashar al-Assad, die Türkei dagegen die Opposition. Die drei Regierungen bemühen sich jedoch auch um einen Friedensprozess in Syrien und haben eigene Vermittlungsbemühungen in der kasachischen Hauptstadt Astana gestartet.

Sowohl der Iran als auch die Türkei unterhalten gute Beziehungen zum isolierten Golf-Emirat Katar. Eine weitere Gemeinsamkeit sind die kurdischen Minderheiten in beiden Ländern. Das für kommenden Monat geplante Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak sehen Teheran und Ankara kritisch. Faktisch ist die nordirakische Kurdenregion schon seit dem Golfkrieg Anfang der 1990er Jahre, als Diktator Saddam Hussein von einer US-geführten Koalition aus den ölreichen Gebieten vertrieben wurde, selbstständig.


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