Kolumbiens Präsident erklärt Konflikt mit FARC-Guerilla für beendet

Bogota (APA/AFP) - Nach der vollständigen Entwaffnung der FARC-Guerilla hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos den Konflikt mit den lin...

Bogota (APA/AFP) - Nach der vollständigen Entwaffnung der FARC-Guerilla hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos den Konflikt mit den linksgerichteten Rebellen offiziell für beendet erklärt. „Mit dieser Waffenabgabe endet der Konflikt wirklich und im Leben unserer Nation beginnt eine neue Ära“, sagte Santos am Dienstag, nachdem die letzten Waffen aus den Entwaffnungszentren abgezogen worden waren.

Die Entwaffnung war Teil des historischen Friedensabkommens, das im vergangenen November unterzeichnet wurde. Die Entwaffnung der FARC setzte Anfang des Jahres ein. Bis Ende Juni wurden mehr als 7.000 registrierte FARC-Waffen an UNO-Beobachter übergeben. Ausgenommen blieben einige Waffen, mit denen die Sicherheit in den Entwaffnungszentren gewährleistet werden sollte. Auch diese Waffen wurden inzwischen abgezogen. Die 7.000 entwaffneten FARC-Kämpfer sollen gemäß dem Friedensabkommen in das zivile Leben zurückkehren.

Mit dem Friedensabkommen soll der seit 1964 andauernde Konflikt zwischen der Armee und der FARC, anderen linksgerichteten Guerillagruppen und rechten Paramilitärs beigelegt werden, in dem mehr als 260.000 Menschen getötet wurden. Etwa sieben Millionen Menschen ergriffen die Flucht, mehr als 60.000 werden vermisst. Für seine Aussöhnungspolitik erhielt Santos im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis.


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