US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich trotz robuster Konjunkturdaten und einer leichten Entspannung im Konflikt zwischen Nordkorea und d...

New York (APA) - Die US-Börsen haben sich trotz robuster Konjunkturdaten und einer leichten Entspannung im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA am Dienstag kaum von der Stelle bewegt. Zum Schluss stand mehrheitlich ein kleines Minus unterm Strich. Der Dow Jones konnte ein minimales Plus aus dem Handel retten und stieg um 5,28 Einheiten oder 0,02 Prozent auf 21.998,99 Zähler.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gab dagegen leicht um 1,23 Punkte (minus 0,05 Prozent) auf 2.464,61 Zähler ab. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index verlor 7,22 Einheiten oder 0,11 Prozent auf 6.333,01 Zähler.

Am Markt wurde auf den starken US-Dollar verwiesen. Dieser hätte von den starken Daten profitiert und so eine weitere Erholung der Aktienmärkte gebremst. Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Juli deutlicher gestiegen als erwartet. Zudem hellte sich im August die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York auf, wie die Steigerung des Empire-State-Index um 15,4 auf 25,2 Punkte zeigte. Das Barometer steht damit auf dem höchsten Stand seit September 2014. Auch die US-Lagerbestände im Juni sowie der NAHB Hauspreis-Index für August übertrafen die Expertenprognosen.

In dem Konflikt zwischen Nordkorea und den USA zeichnete sich heute eine leichte Entspannung ab. Nordkoreas Machthaber Kim-Jong-Un hat seine Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt. Experten werten dies als Versuch, die angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel zu entschärfen. „Händler sind beim Kauf von Aktien nun wieder etwas zuversichtlicher“, schrieb Marktexperte David Madden von CMC Markets.

Im Dow Jones rutschten Home Depot um 2,65 Prozent ab und hielten damit die rote Laterne in dem US-Leitindex, obwohl der Baumarktkonzern nach einem starken zweiten Quartal zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose für das Gesamtjahr angehoben hatte. Allerdings war es in den vergangenen Wochen sehr gut für die Aktie gelaufen. Für 2017 rechnet das Home Depot mit einer der Umsatzsteigerung um 5,5 Prozent, der Gewinn je Aktie soll auf 7,29 US-Dollar zulegen. Dies ist mehr als Analysten im Schnitt erwarten.

Zahlen legte auch die Luxuskaufhauskette Coach vor. Das Unternehmen setzte im vierten Geschäftsquartal weniger um als im Vorjahreszeitraum. Die Aktien brachen bis Handelsschluss um rund 15 Prozent ein.

Weiter nach oben ging es dagegen für Fiat Chrysler, nachdem bereits am Montag Medienberichte über eine mögliche Übernahme Fiat Chryslers durch einen großen chinesischen Automobilhersteller den Aktienkurs um über acht Prozent nach oben getrieben hatten. Am Dienstag zogen die Papiere weitere 0,56 Prozent an.

Ein möglicher Teilverkauf bei Teva Pharmaceuticals bescherte zudem den Aktien des Konzerns Kursgewinne in Höhe von 4,72 Prozent. Kreisen zufolge erwägt das Unternehmen den Verkauf des europäischen Geschäfts mit Krebsmedikamenten und Schmerzmitteln.

Mit plus 1,09 Prozent auf 161,60 Dollar waren Apple-Papiere unter den größten Kursgewinnern im Dow zu finden. Sie knackten heute mit 162,19 Dollar zwischenzeitlich ein weiteres Rekordhoch und übertrafen damit die bisherige Bestmarke aus der Vorwoche. Der Konzern ist damit an der Börse rund 835 Mrd. Dollar schwer und somit das wertvollste Unternehmen der Welt.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA338 2017-08-15/22:34


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