In Venezuela sollen festgenommene Demonstranten vor Zivilgerichte

Caracas (APA/Reuters) - In Venezuela soll festgenommenen Demonstranten vor Zivil- und nicht vor Militärgerichten der Prozess gemacht werden....

Caracas (APA/Reuters) - In Venezuela soll festgenommenen Demonstranten vor Zivil- und nicht vor Militärgerichten der Prozess gemacht werden. Das ordnete die umstrittene Verfassungsgebende Versammlung am Dienstag an. Das vom sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro durchgesetzte Gremium reagierte damit auf Kritik mehrerer Menschenrechtsgruppen und der Vereinten Nationen.

Seit Beginn der Massenproteste gegen Maduros Regierung im April wurden nach Schätzung von Menschenrechtlern mindestens 120 Personen während Demonstrationen gegen die Regierung festgenommen und vor Militärgerichten angeklagt. Kritiker werfen der Regierung vor, sie wolle dadurch Kritiker abschrecken und einschüchtern.

„Wir alle wissen, wie es dazu gekommen ist“, sagte die Präsidentin der Verfassungsversammlung, Delcy Rodriguez, mit Blick auf die Prozesse gegen Zivilisten vor Militärgerichten. „Das liegt an der Untätigkeit und Trägheit der Staatsanwaltschaft.“

Als eine ihrer ersten Handlung hatte die umstrittene Verfassungsversammlung vergangene Woche Generalstaatsanwältin Luisa Ortega abgesetzt, die seither auf der Flucht ist.

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In Venezuela kommt es seit April laufend zu Demonstrationen gegen die Regierung, der Misswirtschaft und Engpässe bei der Lebensmittelversorgung vorgeworfen werden. Mindestens 120 Menschen wurden bei Protesten getötet.


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