Maori stoppten Abfüllprojekt an Fluss in Neuseeland

Wellington (APA/dpa) - In Neuseeland haben Maori Pläne gestoppt, aus einer Quelle in großem Stil Trinkwasser abzuzapfen. Der Stamm der Rauka...

Wellington (APA/dpa) - In Neuseeland haben Maori Pläne gestoppt, aus einer Quelle in großem Stil Trinkwasser abzuzapfen. Der Stamm der Raukawa legte Beschwerde gegen das Vorhaben eines Getränkekonzerns ein, dem Waihou River auf der Nordinsel des Pazifikstaats täglich bis zu 6,9 Millionen Liter Wasser zu entnehmen und in Flaschen abzufüllen. Der Rat der Region Waikato legte das Projekt am Mittwoch vorläufig auf Eis.

Die Maori begründeten ihre Beschwerde damit, dass das Quellwasser heilig sei und auch heilende Kräfte habe. Wenn es abgezapft werde, verliere es an Geist und Kraft. Außerdem würden die Beziehungen der Raukawa zu dem Fluss gestört. Für Neuseelands Ureinwohner ist Wasser die Grundlage allen Lebens. Eines ihrer Sprichworte lautet: „Ich bin der Fluss, und der Fluss ist ich.“ Auf Drängen der Maori hatte Neuseeland im Frühjahr erstmals auch einen Fluss zu einer juristischen Person gemacht.

Wann über das Vorhaben am Waihou River endgültig entschieden wird, steht noch nicht fest. Der Getränkekonzern New Zealand Pure Blue hatte angekündigt, in der Region die „größte Abfüllanlage der südlichen Erdhalbkugel“ zu errichten. Das Wasser sollte komplett exportiert werden.

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