Parkplatznutzer unter die Lupe nehmen

Von Eva-Maria Fankhauser...

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Gratis bekommt man heutzutage kaum noch etwas. Eine Ausnahme ist der Parkraum im Schwazer Oste­n. Während die Pendler froh sind, einen kostenlosen Parkplatz ergattern zu können, ärgern sich viele Anrainer über die zugeparkten Stellflächen vor der Haustür. Das soll sich mit der Ausweitung der Kurzparkzone künftig ändern – die TT berichtete.

Während der politischen Sommerpause sollen sich die einzelnen Fraktionen beraten. BM Hans Lintner (VP) erhofft sich im Herbst eine Entscheidung. Geplant sei eine gebührenfreie Kurzparkzone vom Lahnbach bis in den Schwazer Osten. Anrainer sollen günstig eine Dauerparkkarte erhalten können.

„Bevor eine neue Regelung beschlossen wird, braucht es eine Pendlererhebung und eine Erhebung der besetzten Parkflächen durch die Anrainer“, sagt GR Hermann Weratschni­g (Grüne). Eine Neuregelung sei vorstellbar. Das vorliegende Konzept überzeuge die Grünen aber noch nicht. Die Erhebungen müssten während und nach der Schulzeit durchgeführt werden. „Die entscheidende Frage wird sein: Auf wie viel öffentlichen Parkflächen verteilen sich zu welchen Zeiten welche Anrainer und Einpendle­r?“, meint Weratschni­g. Das müsse rund um die Schulzentren und bei den Straßenzügen am Finanzamt oder der Paracelsusstraße eruiert werden. Zusätzliche Parkhäuser seien für Weratschnig nicht sinnvoll. Eine Park-and-Ride-Anlage im Bereich der Mausefalle würde laut ihm der ganzen Region (Stans, Vomp, Schwaz) guttun. Dazu brauche es aber eine gute Citybus-Anbindung.

„Die Leute sind geteilter Meinung. Die einen geben gerne etwas Geld für einen Parkplatz aus, die anderen wollen nichts zahlen. Wir verstehen beide Seiten und sind uns daher im Klub noch etwas uneinig“, sagt Vize-BM Rudi Bauer (SP). Eine Umfrage in der Bevölkerung halte er für sinnvoll.

„Eine Bedarfserhebung wäre schon okay. Aber sinnlos Geld für eine Studie ausgeben wollen wir nicht“, stellt FPÖ-Stadtparteiobmann Alber­t Kirchmeyr klar. Eine Ausweitung der Kurzparkzone löst laut ihm nicht das Problem. „Nur weil man Geld von den Anrainern verlangt, wird es auch nicht mehr Parkraum geben“, sagt er. Bevor aber irgendwo Parkraum geschaffen werde, müsse man bei den Busanbindungen ansetzen. „Da gibt es Optimierungsbedarf“, sagt Kirchmeyr.

Um den Schwazer Citybus besser auf die Bahnanschlüsse abzustimmen, ruft Weratschnig zur Beteiligung der Bevölkerung auf: „Bis Ende Oktober können Vorschläge ans Umweltbüro an Herrn Kaufmann weitergeleitet werden.“ Er hofft, von 800.000 jährlichen Fahrgästen des Schwazer City­busses auf eine Million zu kommen.


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