Umfahrung: Scharnitzer in froher Erwartung

Von Denise Daum...

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Von Denise Daum

Scharnitz –„Die Stimmung im Dorf ist gut“, freut sich Isabella Blaha, Bürgermeisterin von Scharnitz. Die Scharnitzer freuen sich demnach schon auf die Ruhe nach dem Verkehrs- und Baustellen-Sturm. Vor knapp zwei Jahren fand der Spatenstich für die seit Jahrzehnten diskutierte Umfahrung für den Durchzugsort statt. Im Dezember 2016 wurde der Tunneldurchschlag gefeiert – fast auf den Tag genau vier Monate nach dem Tunnelanschlag. Der 959 Meter lange Porta-Claudia-Tunnel bildet das Herzstück der 34 Millionen Euro teuren Umfahrung – die bislang im Kostenrahmen liegt.

Auch der Zeitplan soll halten, wie Matthias Aschaber von der Abteilung Brücken- und Tunnelbau im Land Tirol erklärt. Die Fertigstellung ist für Sommer 2018 geplant. Aschaber zeigt sich generell sehr zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten, größere Unfälle gab es keine. „Hoffentlich geht es auch so reibungslos weiter.“

Als Nächstes stehen nun die Straßenbauarbeiten entlang der gesamten Umfahrung an. Im Tunnel werde nun der Asphalt aufgebracht. Zudem geht es an die betriebs- und sicherheitstechnische Ausstattung im Tunnel, sprich die Beleuchtung, Belüftung sowie Vorbereitungsmaßnahmen für die Verkehrszeichen und Geschwindigkeitsanzeigen. Schließlich sind noch die Lärmschutzwände zu errichten sowie die Anbindung an die Bestandsstrecke.

Entspannt hat sich mittlerweile die Situation mit den Anrainern, weiß Bürgermeisterin Blaha zu berichten. Nach anfänglichen Reibereien und Klagen über Lärm, Schmutz und sogar Schäden an den Häusern (die TT berichtete) sei nun alles in Butter: „Die Anrainer machen mit den Bauarbeiten schon viel mit. In der letzten Zeit habe ich aber keine Beschwerden mehr erhalten. Ganz im Gegenteil. Die Betroffenen berichten mir, dass die Zusammenarbeit mit den durchführenden Firmen gut funktioniert“, erklärt Blaha. Auch die anfangs kritisierte Informationspolitik habe sich deutlich verbessert.

Geklärt hat sich nun auch endlich der letzte noch ausstehende Grundtausch mit Grundbesitzern. Beim Großteil der Familien konnte schon vor Baubeginn ein Übereinkommen getroffen werden. Bei einem Betroffenen gab es Schwierigkeiten, eine geeignete Fläche zu finden – bis jetzt. „Der Gemeinderat hat die Weichen gestellt, das erleichtert mich sehr“, sagt Blaha.


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