Arbeitsunfälle mit Leitern verursachen oft schwere Gesundheitsschäden

Wien (APA) - Im Vorjahr ist es in Österreich zu 1.706 Arbeitsunfällen mit Leitern gekommen. Das sind zwar nur 1,9 Prozent der insgesamt 91.2...

Wien (APA) - Im Vorjahr ist es in Österreich zu 1.706 Arbeitsunfällen mit Leitern gekommen. Das sind zwar nur 1,9 Prozent der insgesamt 91.248, betonte die Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) am Mittwoch in einer Aussendung. Während die durchschnittliche Anzahl der Krankenstandstage nach Arbeitsunfällen bei 14,8 Tagen liegt, waren es bei Unfällen mit Leitern allerdings durchschnittlich 19,7 Tage.

Die häufigsten Verletzungen bei Arbeitsunfällen mit Leitern sind Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen sowie Brüche. Betroffenen sind meist Sprunggelenk, Knie und Fuß. Fast die Hälfte der verunfallten Arbeitnehmer (45,6 Prozent) war vier bis 28 Tage arbeitsunfähig, informierte die AUVA. Ursachen sind ungeeignete oder falsch aufgestellte Leitern sowie Fehler bei Arbeiten auf der Leiter.

Etwa jeder fünfte Unfall führte dabei zu einer Versehrtenrente. „Arbeitsunfälle mit Leitern verursachten im Jahr 2015 alleine in Wien, Niederösterreich und Burgenland volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe von mehr als zwölf Millionen Euro. Das zeigt, dass in der Bewusstseinsbildung beim Umgang mit diesem ‚harmlosen‘ Arbeitsmittel noch einiges zu tun ist“, sagte Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien.


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